Impressum

 

Dr. Walter Schöpsdau
Chrodegangstraße 10, 64653 Lorsch

 

Glaubensaneignung im Gesamtraum des Wirklichen

Daseiende Transzendentalität und Gottesglaube bei Erich Heintel (1912-2000)

 

Eine Schwierigkeit, der sich die Glaubensvermittlung in der Moderne gegenüber sieht, besteht darin, dass der Glaube zwar nicht geleugnet, aber sein eigenständiger Sinn bestritten wird. Les­sing sah in ihm ein Mittel zur Erziehung des Menschengeschlechts, Kant erwartete von ihm die Be­förderung der Moral, Politiker brauchen ihn als Wertefundament freiheitlicher Gesellschaften. Bei solchen Aneignungen steht der Glaube für etwas anderes. Für Feuerbach ist Gott ‚eigentlich’ das Gattungswesen der Menschheit, für C. G. Jung geht es bei der Religion ‚eigentlich’ um den Weg zum Selbst.

 

Was funktionale Argumente an möglicher Begründung des Glaubens leisten, entziehen sie ihm an selbständigem Sinngehalt. Für Nietzsche machte der Nachweis der Bedürfnisfunktion des Gottesglaubens den Gegenbeweis, dass es keinen Gott gebe, überflüssig. Wo dennoch versucht wird, „Religion“ zu plausibilisieren, indem man „Gott“ als Deutekategorie funktionalisiert, scheint nach Kants Kritik der natürlichen Theologie nur ein subjekttheoretisches Verfahren übrig zu bleiben, bei dem der „Bedeutungsgehalt“ der theologischen Begriffe „strikt auf die Funktion hin verstanden wird, den sie im Vollzug der religiösen Selbstdeutung humaner Subjekte für dieselben zu erfüllen vermögen“[1]. Die Erfahrung des autonomen Subjekts, sich immer schon in seinen Vollzug eingesetzt zu finden und sich nicht selbst begründen zu können, wird als Einsicht in die eigene Geschöpflichkeit gedeutet. Solche Argumentationsstrategien bieten den Vorteil, dass – jedenfalls in selbstre­flexiven Milieus – niemand diesem Typ von Glauben entgehen zu können scheint. Ihre Kehrseite ist die Schwierigkeit, den eigenständigen Sinnanspruch des Glaubens zur Sprache zu bringen.

 

Einen kritischen Punkt der Subjektivitätsphilosophie lässt die neue Studie des Heidelberger Philosophen Gunnar Hind­richs „Das Absolute und das Subjekt“[2] erkennen: Ansätze dieser Art vernachlässigen das Phänomen der Leiblichkeit und Zeitlichkeit des Ichs, das sich mit dem österreichischen Philosophen Erich Heintel als „daseiende Transzendentalität“ bezeichnen lässt[3] und ein treibendes Motiv in dessen Denken bildet. Als ‚protestantischer Hegelianer’ nimmt Heintel neben der Ichphilosophie auch den Strang der Seinsphilosophie auf und sucht eine Versöhnung des Antagonismus dieser beiden „Labyrinthe“ der abendländischen Philosophie im Totalexperiment des Glaubens, der dabei seinerseits seinen eigenständigen Sinn im Gesamtraum des Wirklichen erweisen muss[4].

 

Selbstausschluss des Subjekts aus seiner Welt

 

„Worin sind wir?“ lautet die Leitfrage bei Hindrichs. Ist das Subjekt die letzte Möglichkeitsbedingung der Ordnung, in der die Dinge ihre Bestimmtheit und ihren Wert erlangen, dann schließt diese Ermöglichung das transzendentale Subjekt selbst aus der Ordnung aus. Es konstituiert alles, wird aber nicht konstituiert. In seiner Heimatlosigkeit strebt es vergeblich danach, sich in seine ei­gene Begründungsordnung zu stellen. Es fragt sich, ob ein Worin denkbar ist, in der das Subjekt seinen Stand gewinnt, ohne dass dieses Worin eine Ordnung darstellt, in der es enthalten wäre. Eine positive Antwort erscheint möglich, nachdem das Denken des Absoluten in der Vollendung des Idealismus durch den späten Schelling selbst an einen Punkt gekommen ist, wo das Denken einsehen muss, dass es nur bei sich sein kann unter der Bedingung eines neuerlichen Außersichseins bei einem allem Begriff Entzogenen.

 

Um Gottes Absolutheit im Denken zu wahren, hatte Hegel alles Denken von Wahrem überhaupt als Moment der Selbstentfaltung des sich selbst denkenden Gottes begreifen wollen. Damit hat das Denken nichts mehr, von dem es sich bestimmen lassen müsste, außer sich selbst. In ihm ist der ontologische Gottesbeweis immer schon vollbracht: Sein ist Implikat des Begriffs. Schelling bestreitet Hegels These, dass das Sein nur ein Moment des Begriffs ausmache. Am ontologischen Gottesbeweis kritisiert er, dass er von einer Art der Existenz („notwendiges Existieren“) auf Existenz überhaupt schließe. Aus ihm folge nur, dass Gott notwendig das notwendig Existierende ist, wenn er existiert, aber nicht, dass er existiert. Am notwendig Seienden versage die Beweisform, weil es alle vorgängige Möglichkeit ausschließt, von der ein Beweis seiner Wirklichkeit ausgehen müsste. Das Denken kann nur von diesem allem Begriff Zuvorkommenden ausgehen, um ihm zum Begriff Gottes zu gelangen. Schellings These: „Gott ist das immanent (zum Inhalt der Vernunft) gemachte Transzendente“ besagt für Hindrichs: Die ekstatisch gewordene Vernunft begreift im Begriff Gottes „ihr Außerhalb, um es als ihren eigenen Inhalt zu erlangen“[5].

 

Als dieses Unvordenkliche ist das Absolute nicht Gegenstand, sondern Geheimnis, in dem das transzendentale Subjekt „seine Heimat findet“. Es kann weder ein durch das Subjekt Begründetes noch der Grund des Subjekts sein, weil dieses sonst nicht letzter Grund aller Ordnung wäre. Das Sein in einem Anderen sei daher als „unbegründete Beziehung zu einem Ungrund“ zu begreifen[6]. Bodenlosigkeit und Stand im Absoluten will Hindrichs in der Struktur des „in-über“ zusammen denken, die das Analogiedenken Erich Przywaras bereitstellt: Das Subjekt gewinnt „im“ Ungrund denkend seinen Stand, aber keinen Grund, weil es den Ungrund nicht einholen kann und ihn so „über“ sich hat. Als Bezugspunkt ist der Ungrund anwesend, aber in seinem Anderssein. Als Andersseiendes ist er abwesend, aber in seiner Verbundenheit mit dem Subjekt.

 

Diese nachmetaphysische Metaphysik verzichtet auf den theologischen Inhalt und behält nur eine formal kreuzestheologische Beziehung des Subjekts zu einem Ungrund. Dass das Subjekt und nicht Gott den letzten Grund der Ordnung darstellt, macht für Hindrichs den Schöpfungsgedanken zunichte. Subjekt­sein bedeute transzendentale „Arbeit an der Ordnung der Dinge“, die „Gegebenes“ in „Gemachtes“ verwandelt und ein Empfangen der Dinge (wie in der Leiblichkeit des sakramentalen Zeichens) ausschließt. Dass das transzendentale Subjekt über das „ich denke“ hinaus sich inhaltlich auf Arbeit am Gegebenen einschließlich anderer Subjekte einlassen muss, erfährt es als Entfremdung. Da es als Grund der Ordnung nicht zu einem Gemachten werden kann, bleibt es ein Gegebenes. In dieser „Ungemachtheit“ und in der Heimatlosigkeit aufgrund des Entwurfcharakters seiner Welt besteht seine Kontingenz. Leiblichkeit und Zeitlichkeit haben darin keine Stelle. Reflektierend sei das Subjekt während seiner Beschäftigung mit den Dingen zugleich bei sich selbst. Auch Kausalverhältnisse deutet Hindrichs als zeitlose Verhältnisse, bei denen ein Seiendes ein anderes Seiendes als Grund oder Folge in seinem Begriff enthält. Das transzendentale Subjekt erscheint als Leibnizscher Gott, für den das Nacheinander in der Zeit als Ausdruck unserer endlichen Perspektive nicht existiert.

 

„Ich bin noch da!“ – ein Zwischenruf Franz Rosenzweigs

 

Eine Philosophie, deren Skandal die Ungemachtheit des Subjekts, nicht seine Sterblichkeit ist, lässt sich mit dem jüdischen Philosophen Franz Rosenzweig (1886-1929) als Philosophie ohne Philosophen bezeichnen, die den einzelnen Menschen abschafft und den Tod leugnet[7]. Ihr verwandeln sich Grenzbegriffe wie Ding an sich oder Gott in Reflexionsbegriffe; das Sein gilt als Nichts, bevor das Denken sich seiner annimmt und in ihm sein Anderes findet. Aber „Ich ganz gemeines Privatsubjekt, Ich Vor- und Zuname, Ich Staub und Asche, Ich bin noch da. Und philosophiere, d. i.: ich habe die Unverschämtheit, die Allherrscherin Philosophie zu philosophieren“[8]. Vor dem Tod des leiblichen Einzelnen zerspringt das All der Philosophen, die Identität von Denken und Sein. Auslösend ist ein inhaltlicher Anstoß, nicht die formale Unerreichbarkeit der Totalität (Kant) oder Unhintergehbarkeit von Subjektivität (Hindrichs).

 

Einem Denken, das sich formal als Ordnen der Dinge bestimmt, das den Bezug auf Zeit und auf denkende einzelne Personen ausblendet und so „für niemanden denken und zu niemandem sprechen“ will, setzt Rosenzweig ein konkretes Sprachdenken entgegen, das damit ernst macht, dass wir das, was wir sagen, zu jemandem sagen, und was wir denken, nacheinander in der Zeit und nicht auf einmal denken. An die Stelle der „logischen“ Kategorien des konstruierenden Denkens treten die „grammatischen“ eines Denkens, das als ein „Bedürfen des anderen“ und ein „Ernstnehmen der Zeit“[9] zu bestimmen wäre.

 

Für dieses „neue Denken“, bei dem nicht Philosophen philosophieren, sondern Menschen[10], ist der Mensch das Voraus jeder Philosophie und als solcher festzuhalten. Er ist nicht transzendentales Subjekt, für das „Gott“ und „Welt“ Interpretamente seiner selbst sind. Gott, Welt, Mensch sind ein Da vor jeder Reflexion. Dem Denken ist es zu keiner Epoche gelungen, diese drei „Elemente“ jeweils auf eines von ihnen als das ‚eigentlich’ zugrunde liegende zu reduzieren. Es kann sie in ihrer Nichtrückführbarkeit anerkennen und zu Hypothesen erklären, zu deren Bewährung es der Angewiesenheit auf Erfahrung in der Zeit bedarf. Dabei wird ihm statt seines Lieblingswortes „eigentlich“ das ihm ungewohnte „Grundwort aller Erfahrung“, das Wörtchen „und“ aufgezwungen: Gott und die Welt und der Mensch[11]. Aus der stummen Tatsächlichkeit, in der diese in der „Vorwelt“ vor uns stehen, treten sie in der Wirklichkeit in Beziehung zueinander bzw. die Wirklichkeit ist nichts als das Ereignis ihrer dreifachen Beziehung in der geschichtlichen Offenbarung.

 

Rosenzweig will das Offenbarungsdenken in einem vollständigen System der Wirklichkeit bewähren, das an Hegels „Phänomenologie des Geistes“ gemahnt. Das zugrunde liegende Denken sucht aber seine Würde darin, das Einzelne und Besondere denkend nicht aufzuheben. An allem, was geschichtlich zur Sprache kam, wird die Frage nach der Möglichkeit, Offenbarung von eigenmenschlicher Erkenntnis zu unterscheiden[12], durchgeführt. Das „Und“ durfte nicht bloß einleitend behauptet werden, es musste an jeder Stelle des Systems dieses von außen de-finie­ren, und zwar an jeder Stelle anders, sodass von einem „System der Nicht-Aufhebung ins System“[13] zu sprechen wäre.

 

Die Schwierigkeit des „Stern der Erlösung“ (1921) rührt daher, dass er ein Zeugnis dafür ist, „wie hier jemand mittels einer geschichtlichen Besinnung zu einer existenziellen Entscheidung gegenüber den religiösen Traditionen findet“, und insofern kaum Philosophie im Sinne allgemein verbindlichen Argumentierens sein kann[14]. Das zeigt sich exemplarisch, wo Rosenzweig „Gott“ in der Spannungseinheit von göttlichem „Wesen“ und göttlicher „Tat“ als Inhalt des Denkens zu fassen sucht. Ausgangspunkt ist nicht der Begriff Gottes, der nur ein durch das All der Begriffe bedingter Begriff sein könnte, sondern die Tatsächlichkeit Gottes, die uns als „Nichtwissen von Gott“ gegeben ist. Von diesem „Nichts Gottes“ sei aber zum „Nichtnichts Gottes“ zu gelangen, weil nicht vom Nichts schlechthin, sondern vom Nichts Gottes ausgegangen wurde: „Wenn Gott ist, so gilt von seinem Nichts das folgende“[15]. Die Argumentation bewegt sich also bereits im Horizont des Gottesbezugs bzw. des religiösen Gottesdiskurses: Nur weil Gott ist, gibt es Nichtwissen und Wissen von Gott. Da die Argumentation aber zugleich einen epistemologischen Anspruch erhebt, gerät sie in die Mühlen der transzendentalphilosophischen Frage nach der Möglichkeit, von Gott zu wissen oder nicht zu wissen, der mit einer Theologisierung der Urworte „Ja“, „Nein“, „Und“ als Operatoren von Gottes „Wesen“, „Tat“ und „Lebendigkeit“ nicht abzuhelfen ist[16].

 

„Ich bin, ich handle, ich sterbe, ich glaube“ – das Totalexperiment Erich Heintels

 

Denkende Aneignung des Glaubens verlangt auch bei Heintel den Durchgang durch den Gesamtraum des Wirklichen. Im Gegenzug muss die Philosophie, von Heintel als „universale Sprachkritik“ konzipiert, alle formulierten Sinnansprüche aufnehmen und prüfen. Eine systematische Ordnung ergibt sich, wenn jeder Sinnanspruch in seinem eigenständigen Sinn sichergestellt und über seine Grenze zum nächsten Sinnanspruch vermittelt wird. Der philosophische Aufweis des Glaubens ist nicht selbst Glaube, sondern setzt die geschichtlich erschlossene Möglichkeit bestimmten Glaubens voraus und vermittelt sie als letzte Sinnstufe.

Sprachkritik ist nicht existenzielles Sprechen aus der Erfahrung des Gerufenwerdens und des Nennens im Sinne Rosenzweigs. Das Du muss in den Vermittlungsgang der Philosophie einbezogen werden; der Dialog setzt den Boden daseiender Transzendentalität, das Du ein ansprechbares Ich voraus. Versuche wie der von Emmanuel Lévinas, die epistemologische und ontologische Fragestellung durch den ethischen Anspruch des Du des anderen Menschen umzukehren, vermischen, mit Paul Ricœur zu sprechen, Fragen der „Idem“- und der „Ipse“-Identität; es wird verkannt, dass nur ein Selbst, das sich seiner Identität bewusst ist und sie sich in der Ich-Perspek­tive zuzuschreiben vermag, den Anruf des anderen vernehmen und ihm antwortend entsprechen kann[17]. Für Heintel hat darum das Dialogische seinen Ort erst im Kommunikationsraum praktischer Vernunft des Menschen als zoon politikon[18].

 

In weiterem Unterschied zu Rosenzweig wird das in daseiender Transzendentalität implizierte „ich sterbe“ erst am Ende der Vermittlungsaufgabe thematisch. Der Tod ist nicht Sprengung der Differenz-Einheit von Denken und Sein, sondern Vollendung der Sinnstufen, die der Vermittlungsgang durchläuft und die ihre Überschreitung im Totalexperiment des „ich glaube“ findet[19].

 

Ontologische und transzendentale Differenz

Das Problem der daseienden Transzendentalität besteht darin, dass das menschliche Individuum ebenso in die Natur eingeordnet ist wie alle anderen Geschöpfe, aber in seiner Transzendentalität Voraussetzung alles Welthabens und des spezifisch menschlichen In-der-Welt-Seins ist. Im Menschen kommen Natur und Freiheit zusammen, die Frage ihrer Einheit treibt über die Philosophie hinaus, weil die menschliche Existenz als Praxis sich nicht theoretisch fundieren lässt und ihre Aporien keine Versöhnung im Endlichen zulassen. Philosophie hat zwei nicht aufeinander reduzierbare Voraussetzungen: die „ontologische Differenz“ und die „transzendentale Differenz“. Erstere besagt, dass alles Erkennen die sinnliche Realität transzendiert und zwischen Erscheinung und Wesen (eidos, substantiale Form) unterscheidet. Das unmittelbar Gegebene (Pferd) ist als einzelnes immer schon ein vom Allgemeinen (Pferdheit) her vermitteltes Individuelles und so die Aufhebung des nur Einzelnen und des nur Allgemeinen, weshalb Aristoteles es als „synholon“ (in sich vermittelte Ganzheit) bezeichnet[20]. Das nicht aus sinnlicher Wahrnehmung aufgelesene, sondern im Denken zu erfassende Allgemeine ist weder eine jenseitige Entität noch eine beliebige Verallgemeinerung, sondern das „ontologisch relevante Allgemeine“, ohne welches keine bestimmte Aussage über natürlich Seiendes möglich wäre[21]. Kritischer Punkt ist allerdings die Selbsterkenntnis des Denkens, das als Erkennendes sich selbst nicht in der Differenzierung von Wesen und Erscheinung erfassen kann.

 

In transzendentaler Differenz begreift sich das erkennende Bewusstsein als Bedingung der Möglichkeit von Gegenständlichkeit überhaupt (transzendentales Ich), entsagt damit aber dem Anspruch der Ontologie, die Wirklichkeit an sich selbst zu begreifen. Da aber im Menschen transzendentales Ich und Leib zusammenkommen – aristotelisch war die Seele Lebensprinzip (forma corporis) und Erkenntnisprinzip (forma formarum) –, ist die Problematik von Unmittelbarkeit und Vermittlung unabweisbar. Im Verhältnis von vermittelnder Subjektivität (Ich) und unmittelbar Seiendem (Natur) besitzt die Vermittlung transzendentalphilosophisch den Vorrang, weil sich nur in ihrem Rahmen der Sinn von unmittelbar Seiendem in seiner in der Vermittlung nicht aufgehenden Wirklichkeit thematisieren lässt. An diesem Sachverhalt scheiterte der Versuch des mittleren Schelling, dem bewussten Ich in der Natur eine Geschichte des Zu-sich-Kommens vorzuschalten, die nicht der transzendentalen Gegenstandskonstitution unterliegen sollte. Andererseits existiert Vermittlung nur als bestimmte Vermittlung, nicht unabhängig von unmittelbar Seiendem, ohne dessen Vermittlung sie nicht wäre[22]. Daran scheitert Hegels absolute Methode, die das transzendentale Ich zum absoluten Geist erweitert, der denkend schafft und sich nichts voraussetzt.

 

Die daseiende Transzendentalität droht in der Ontologie wie in der Transzendentalphilosophie zu verschwinden. Blinder Fleck der ersteren ist der Selbstausschluss des transzendentalen Subjekts aus der Ontologie, der es unmöglich macht, den Menschen wie anderes natürlich Seiendes als Entelechie von der substantialen Form her zu begreifen. Der Transzendentalismus erkennt das Ich als Ort der Vermittlung, aber das wirkliche Subjekt, das ich bin und als das ich mich erfahre, kommt nicht zur Sprache. Werde ich mir aber als des wirklichen Subjekts bewusst, das ich je schon erkennend und handelnd bin, so begreife ich mich in meiner Kreatürlichkeit und gerate erneut in den Bannkreis der Ontologie, aber in einer Weise, die über die traditionelle Ontologie hinausgeht: Die Praxis des „Ich bin, ich handle, ich sterbe, ich glaube“ wird zum Ort der Versöhnung, sodass von „existenzialer Differenz“ zu sprechen wäre, welche die anderen beiden Differenzen vermittelt[23].  

 

Über die Sinnebenen zur absoluten Differenz

Die Praxis freiheitlicher Selbstbestimmung transzendiert die Sinnebenen des Angenehmen (Lust), des Zuträglichen (Gesundheit) und des Nützlichen (Selbsterhaltung), die der Mensch als Naturwesen mit dem Tier teilt, und verweist auf die Sphären von Recht (Rechtsordnung) und Moral (Gewissen), wobei Aktivitäten wie Ehe, Erziehung oder Politik auch sämtliche Sinnebenen berühren. Auf einer sechsten Sinnebene vor Gott (Glaube) wird die Freiheit zur „Freiheit eines Christenmenschen“[24]. Vom Angenehmen bis zur Ermöglichung guten Lebens durch die Rechtsordnung vollzieht sich das „Teilexperiment“ menschlichen Daseins. Mit dem Moralischen, für welches das Leben nicht der Güter höchstes ist, beginnt das „Totalexperiment“, das sich im Glauben vollendet.

 

Dieser Übergang wird vorbereitet durch das Scheitern des Ordnungsgedankens an der Freiheit. Die ontologische Begründung der Ethik setzte eine von Zwecken bewegte Ordnung voraus, in der jedem Seienden der ihm gemäße Platz zugewiesen ist und das ontologisch relevante Allgemeine angibt, was für ein jedes Seiende das seiner Selbstverwirklichung von Natur vorgezeichnete Gute (bonum) ist. Der Mensch als „animal rationale“ sollte die Potentialitäten seiner Natur aus vernünftiger Einsicht realisieren und sein Wesen selbsttätig vollenden, sodass Thomas von Aquin „naturwidrig“ und „vernunftwidrig“ als Synonyme betrachtet: Was sich gegen die Vernunftordnung stellt, geht gegen die Natur des Menschen als Menschen. Die Tugend, die ihn und sein Tun gut macht, entspricht seiner Natur, das Laster steht zu ihr im Gegensatz[25]. „Sein Wesen selbst“, so Benedikt XVI., „trägt Weisung und Norm in sich, und damit von innen her eins zu werden, das wäre Freiheit“[26].

Der schwache Punkt ist die Analogie zum Naturgesetz. Lässt sich menschliches Handeln in derselben Weise als Verwirklichung der menschlichen Natur begreifen, wie das einzelne Pferd die Entelechie Pferd verwirklicht? Freiheitlichkeit des Menschen (moralisch Gutes) und Wesensgesetzlichkeit des Seienden (Vollkommenheit) lassen sich nicht unter das Allgemeine eines ontologischen „bonum“ subsumieren. Schon in der Scholastik untergräbt der Konflikt von objektiver Gesetzesnorm und subjektivem Gewissen den Ordogedanken. Mit der Figur des „irrenden Gewissens“ konzedierte Thomas, dass jemand subjektiv moralisch handeln und trotzdem gegen das objektive Gute verstoßen könne. Mit der postulierten Kongruenz von subjektivem Gewissen und objektiver Norm war das Problem von Legalität und Moralität aufgeworfen: Handelt moralisch gut, wer der Norm entspricht, aber gegen seine Überzeugung handelt, oder wer seinem Gewissen folgt, aber gegen die Norm verstößt? Mit Kants Einsicht, dass jeder bestimmte Inhalt, der als solcher die Moralität des Handelns garantieren soll, Heteronomie bedeutet und die Gewissensentscheidung überflüssig macht, ist die ontologisch-naturrechtlich oder empirisch begründete materiale Wertethik überholt[27]. Luther erfährt das Gewissen nicht mehr als Organ der „Anwendung des objektiven Gesetzes auf den besonderen Fall“[28], sondern als Ort der Gottesrelation. Die „Freiheit eines Christenmenschen“ besteht nun darin, dass in aller freiheitlichen Selbstbestimmung des Menschen keine Antwort auf die Sinnfrage gefunden werden kann. Damit ist die Sinnebene der Moral transzendiert und die Eigenständigkeit des Glaubens zu Gesicht gebracht. 

 

Mit dem „ich bin, ich handle, ich sterbe, ich glaube“ kommt es nun auch zu einer Vermittlung von Ontologie und Transzendentalphilosophie im Zeichen daseiender Transzendentalität. Als Aporie hatte sich ergeben, dass ich als natürliches Individuum einerseits Erscheinung, anderseits als transzendentales Ich die Voraussetzung alles Erscheinens bin und zu mir selbst als natürlicher Erscheinung in keinem vorzüglicheren Verhältnis stehe als zu allem Erscheinenden. Die Ontologie erfasst das ontologisch relevante Allgemeine eines natürlichen Individuums, vermag es aber nicht zugleich als Voraussetzung alles Erscheinenden zu denken. Der Transzendentalismus kann bei der Aporie des zweifachen Ich nicht bleiben, weil ich unter dem Aspekt der Erfahrungskonstitution weder mich selbst noch ein anderes Seiendes in seiner natürlichen Individualität erreiche. Der Schritt in Richtung daseiender Transzendentalität erfolgt in der Praxis des „ich handle“, durch die ich in einer Weise wirklich bin, die die Voraussetzung dafür ist, dass überhaupt die transzendentale Differenz theoretisch vollzogen werden kann.

Die moralische Erhebung über Leben und Tod brachte die Kreatürlichkeit nicht zum Verschwinden, sodass ich mich erst in dem „ich sterbe“ endgültig als leiblich existierende natürlich-individuelle Substanz einhole. Auf dem Boden der Transzendentalphilosophie konnte diese nur theoretisch vorausgesetzt oder praktisch über die Mitmenschlichkeit postuliert werden, wie Fichtes Versuch einer Deduktion der Leiblichkeit zeigt. Indem die daseiende Transzendentalität von dem Schicksal alles lebendigen Daseins eingeholt wird, kommt der Substanzbegriff der ontologi­schen Tradition, den der Nominalismus als äußerlichen Namen und Kant als transzendentale Verstandeshandlung destruiert hatten, neu zu seinem Recht.

 

Bei Kant führt das „ich sterbe“ über die Frage: Was darf ich hoffen? zur Reflexion auf den eigenständigen Sinn von Glauben. Er hat gezeigt, dass es nicht abzuweisende Sinnansprüche gibt, die jenseits der Möglichkeit theoretischer Vermittlung liegen. So öffnet sich mit dem „ich glaube“ eine weitere Differenz, die Heintel „absolute Differenz“ nennt, in der nur noch analoge Rede vom Absoluten/von Gott möglich ist. Zum Absoluten gelangt die Philosophie im Zusammenhang mit dem Problem der Letztbegründung des Denkens. Davon ist die denkende Aneignung der geschichtlichen Glaubensansprüche zu unterscheiden, mit denen die Philosophie ihrem sprachkritischen Geschäft nachkommt. Sie fragt, wie „Gott“ zu denken ist, wenn dem, was als Glaube auftritt, eigenständiger Sinn zukommen soll. Wie ist das „ist“ in der Wendung „Gott ist“ zu denken, wenn Gott nicht mit dem unmittelbaren Glaubensvollzug zusammenfällt und der Glaube nicht gegenstandslos oder beliebig werden soll? Zugleich bildet aber der Glaube den Rahmen dafür, dass das „ist“ eigentlicher Transzendenz überhaupt zum Problem werden kann. Heintel erkennt hier ein für Gott und Mensch verbindliches „Sinnapriori“, kraft dessen die Bewegungen des Glaubens und der Offenbarung überhaupt so aufeinander treffen können, dass es zu bestimmtem, verstehendem Glauben kommen kann.

 

Das christliche Gottesverständnis ist weder auf dem Boden der ontologischen noch der transzendentalen Differenz aussagbar. Im ersten Fall droht Polytheismus (Gott als Eidos einer Einzelerscheinung) oder Pantheismus (Gott als Eidos des Kosmos). Wird Gott im zweiten Fall als ‚Geist’ (theoretisch) oder als ‚schaffend’ (praktisch) gedacht, so wird eine Dualität eingetragen, die Gott zum Ebenbild daseiender Transzendentalität macht und unter Projektionsverdacht stellt. Die philosophische Sprachkritik gelangt zu dem Postulat, dass alle Rede über Gott von ihm selbst ausgehen muss, nicht von seinem ‚Begriff’, sondern von seiner Offenbarung in seinem Heilshandeln zwischen Schöpfung und Erlösung, weil Glaube nur als Antwort einen selbständigen Sinn gewinnen kann[29]. Die Bestimmtheit des Glaubens verlangt die Positivität von Kirche, Gottesdienst, Tradition und Praxis, wobei im Sakrament noch einmal im Zeichen der Vermittlung von Aristotelismus und Transzendentalismus Natur- und Geschichts-Symbolik[30] zusammentreffen und auf die absolute Differenz überschritten werden, die eine Verfügbarkeit Gottes im liturgischen Vollzug ausschließt.

 

Philosophische Reduktionen der Wirklichkeit verstellen die Eigenständigkeit des Glaubens

 

Heintels Theologie ‚von unten’ setzt die Arbeit an den philosophischen Labyrinthen „Ontologie“ und „Transzendentalismus“ fort, die den Gesamtraum des Wirklichen mit den jeweiligen fundamentalphilosophischen Differenzen im Hinblick auf den Menschen durchläuft. In diesem Rahmen werden, was hier nicht darzustellen war, von Heintel alle logischen und dialektischen Probleme der Tradition diskutiert und systematisch geordnet. Wie bei Rosenzweig drängt sich ein Vergleich mit Hegel auf, die Lösung erfolgt jedoch im Geist Kants unter Einholung der ontologischen Tradition von Aristoteles bis Leibniz. Statt den Idealismus subjektivitätsphilosophisch in einem Anderen des Denkens zu vollenden, lässt sich Heintel vom Phänomen daseiender Transzendentalität zu einem Schritt hinter den absoluten Idealismus zurück nötigen.

 

Der protestantischen Theologie attestiert Heintel einen Wirklichkeitsverlust im Gefolge der dialektischen Theologie, sofern sie alle Ontologie als ‚katholisch’ verdächtigt und auf eine naturphilosophische Vermittlung zwischen Schöpfungstheologie und Naturwissenschaft verzichtet.  Der Nominalismus war insofern im Recht, als er Gottes Freiheit nicht in der Vernünftigkeit des Ordogedankens aufgehen lassen wollte; ebenso Luther in seinem Bemühen, den eigenständigen Sinn des Glaubens gegen eine aus dem Ordogedanken abgeleitete theologia naturalis zu retten. Die reformatorische Frage nach Werk und Gnade, Verfügbarkeit und Unverfügbarkeit ist aber nicht mit dem Problem von Vernunft und Kontingenz zu vermischen. Die theologische Aufgabe, mit dem heilsgeschichtlichen Sinn auch den Eigensinn alles Geschöpflichen zu erschließen, ist nur auf dem Weg der Ontologie zu bewältigen, weil allein das ontologisch relevante Allgemeine den eigenständigen Sinn des Seienden erschließt. Die ontologische Tradition ist Anwalt des Eigensinnes der Natur, zu der auch der Mensch als Leib gehört. Der Nominalismus hingegen unterschiebt der ontologischen Differenz von Erscheinung und Wesen die ganz andere Unterscheidung von empirisch gegebenem Einzelnen und beliebigem Allgemeinbegriff. Die Dinge haben dadurch keine natürliche Einheit mehr, Vernunft wird erst durch den Menschen in die Schöpfung gebracht[31].

 

Verstellen derlei philosophische Reduktionen der Wirklichkeit die Eigenständigkeit des Glaubens, so eröffnet andererseits die Menschwerdung, bei der Gott in seiner Absolutheit individuelle Erscheinung in der Geschichte wurde, erst die Möglichkeit, den Men­schen als aristotelisches „synholon“ und transzendentale „Synthesis“ in einem zu begreifen. Der im Durchgang durch die Sinnebenen in seinem Eigensinn aufzuweisende Glaube deckt diese rückwirkend in ihrem Schöpfungssinn auf und sichert sie. Ähnlich gründet im „Stern der Erlösung“ das Frühere in etwas, das später offenbar wird und zu dessen unverlierbarer Bezeugung es damit wird. Von der Philosophie heißt es dort, dass sie den Inhalt der Offenbarung als geschaffenen Inhalt besitzt und die Offenbarung als Erfüllung der in der Schöpfung geschehenen Verheißung voraussagt. Sie ist indes nicht autonom, sondern, so Rosenzweig selbst, „Philosophie, wie sie der Theologe treibt“[32]. Sie hat das Offenbarungsgeschehen zwischen den „Elementen“ als Vergangenheit zu erzählen, als Gegenwärtiges im Liebesdialog zu bezeugen und als Zukunft aus der Liturgie zu deuten. Heintels Denken führt dagegen in immanent philosophischer Entwicklung an die Schwelle des Totalexperiments Glauben. Die philosophische Arbeit am Problem daseiender Transzendentalität und an der Vermittlung der beiden abendländischen Traditionen empfängt aber zugleich ihren Impuls vom „vere homo – vere deus“ des christlichen Heilsereignisses, das dadurch indirekt seine Wahrheit erweist.

 

1  Wilhelm Gräb, Lebensgeschichten – Lebensentwürfe – Sinndeutungen. Eine praktische Theologie gelebter Religion, Gütersloh, 2. Aufl. 2000, 214.

2  Gunnar Hindrichs, Das Absolute und das Subjekt. Untersuchungen zum Verhältnis von Metaphysik und Nachmetaphysik, Frankfurt a. M. 2008.

3  Erich Heintel, Grundriss der Dialektik (Grundrisse 4). 2 Bde. Darmstadt 1984, Bd. I 13 u. ö. (Zitate aus beiden Bänden fortan nur mit römischer Band- und

    arabischer Seitenzahl).

4  Obwohl Heintel auch in Pfarrerfortbildungskursen der Württembergischen Landeskirche mitgewirkt hat, wird dieser Aspekt seines Denkens in der Rezension 

    seiner Dialektik durch Hans-Georg Fritzsche (ThLZ 111, 1986, 908-910) völlig übergangen. Vgl. aber Helmut Gehrke, Theologie im Gesamtraum des 

    Wirklichen. Zur Systematik Erich Heintels (Überlieferung und Aufgabe 20) Wien-München 1981, der neben Heintels damaligem Hauptwerk (Die beiden 

     Labyrinthe der Philosophie 1968) auch Nachschriften der kirchlichen Fortbildungskurse benutzt.

5  Hindrichs, aaO. 144.

6  Ebd. 325. 291. 318f.

7  Franz Rosenzweig, Der Stern der Erlösung, Frankfurt a. M. 1988, 4. 6. 10. 22.

8  Brief an Rudolf Ehrenberg vom 18. 9. 1917 („Urzelle des Stern der Erlösung“). Gesammelte Schriften 3, 126f.

9  Franz Rosenzweig, Das neue Denken. Gesammelte Schriften 3, 151f. Vgl. Dalferth, Die Wirklichkeit des Möglichen. Hermeneutische

   Religionsphilosophie,Tübingen 2003, 546.

10  Brief an Rosenstock-Huessy, Dezember 1916.

11  Das neue Denken, 158.

12 Urzelle, aaO. 126f; vgl. Adam Žak, Vom reinen Denken zur Sprachvernunft. Über die Grundmotive der Offenbarungsphilosophie Franz Rosenzweigs, Stuttgart 

     1987, 124f; Reinhold Mayer, Einführung zum Stern der Erlösung, aaO. XIXf.

13 Hans-Christoph Askani, Kontingenz und Offenbarung. Tatsächlichkeit, Name und Gott in Rosenzweigs „Stern der Erlösung“, in: Ingolf U. Dalferth / Philipp Stoellger (Hg.), Vernunft, Kontingenz und Gott (Religion in Philosophy and Theology 1), Tübingen 2000 (291-315) 306; vgl. 293. 303. 309.

14 So Otto Pöggeler bei Heinz-Jürgen Görtz, Tod und Erfahrung. Rosenzweigs „erfahrende Philosophie“ und Hegels „Wissenschaft der Erfahrung des 

     Bewusstseins“ (Themen und Thesen der Theologie), Düsseldorf 1984, 10; ähnlich Karl Löwith: „Ein Ernst, der fesselt, ist aber nicht mehr philosophisch und frei“ 

     (ebd.).

15 Stern der Erlösung, 27. Nach dieser Regel sollen sich dem Denken auch die Gegebenheiten „Welt“ und „Mensch“ aufschließen (45. 68). Das Verfahren, die 

     „Elemente“ der „immerwährenden Vorwelt“ so zu fassen, dass sich in der „Umkehr“ ihrer Bestimmungen das geschichtliche Offenbarungsgeschehen explizieren

     kann, hat sein Vorbild im Versuch des späten Schelling, im reinen Denken die Potenzen des Seins zu entwerfen, zu denen als Möglichkeiten seiner Freiheit Gott 

     sich verhalten kann, wodurch das Unvordenkliche („Dass“) als Herr des Seins für die (auf das „Was“ gehende) Vernunft denkbar werden soll. Die

     „Mitwissenschaft der Schöpfung“ (Schelling, Die Weltalter, Münchner Ausg. Nachl. 4. 112) wird aber bei Rosenzweig erst durch die Offenbarung und ih­ren 

     Liebesdialog im Menschen wachgerufen, während „die Offenbarungsprobleme bei Schelling“, so Rosenzweig, „zu Schöpfungsproblemen [werden]“, vgl.

     Goertz, aaO. 359. 367.

 16 Vgl. Dalferth, Die Wirklichkeit des Möglichen, 521-525.

 17 Paul Ricœur, Das Selbst als ein Anderer, München 1996, 407. 409.

 18 II 46f.

 19 II 296. 298.

 20 Erich Heintel, Die beiden Labyrinthe der Philosophie. Systemtheoretische Betrachtungen zur Fundamentalphilosophie des abendländischen Denkens. Bd. 1, 

     Wien-München 1968, 121f; Gehrke, aaO. 90.

 21 I 228. 233; II 226.

 22 I 305-314.

 23 Vorschlag von Wolfdietrich Schmied-Kowarzik, Rez. von Heintels Grundriss der Dialektik, PhJb 94, 1987, 201-204

 24 II 218-222.

 25 STh I-II 71, 2.

 26 Joseph Ratzinger / Benedikt XVI., Jesus von Nazareth. Erster Teil: Von der Taufe im Jordan bis zur Verklärung, Freiburg-Basel-Wien 2007, 244.

 27 II 222-232.

 28 Vatikanische Instruktion vom 2. Febr. 1956 über die Situationsethik (DH 3918).

 29 II 300. 267. 270.

 30 Gehrke, aaO. 282. 304

 31 Ebd. 92f.

 32 Stern der Erlösung, 120.

 

 

 

 

 


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