![]() |
|
Paul Gerhard Schoenborn Dellbusch 298, 42279 Wuppertal |
Dietrich Bonhoeffer - der Entscheidungsweg eines lutherischen Christen
Am 24. September 2007 fand im Franziskanerstift in Graz ein Symposion
statt. Sein Thema: „Nein zum Krieg im 20. Jahrhundert“. Im Mittelpunkt der
Veranstaltung stand die Gestalt des österreichischen Bauern und Mesners Franz
Jägerstätter aus St. Radegund. Dieser hatte aus Gewissensgründen Hitler den
Wehrdienst verweigert. Er kam deswegen vor das Reichskriegsgericht in Berlin
und wurde am 9. August 1943 im Zuchthaus Brandenburg enthauptet.
Der politische und christliche Märtyrer wurde am 26. Oktober 2007 im Dom
zu Linz seliggesprochen. Das Symposion und die Uraufführung einer
Jägerstätter-Oper von Viktor Fortin in der Grazer Franziskanerkirche bildeten
den Auftakt dieser besonderen Würdigung Franz Jägerstätters durch die römische
Kirche.
Der aufrechte und fromme Bauer, der sich weder das selbständige Denken
verbieten noch sein christliches Gewissen verbiegen ließ, ist in seiner österreichischen
Heimat noch heute umstritten. Doch inspiriert die Orientierung an seiner
Gestalt die kritische Auseinandersetzung mit der NS-Zeit und inspiriert das
christliche Friedensengagement.
Referenten beim Grazer Symposion waren neben anderen die Jägerstätter-Biographin
Erna Putz, der US-amerikanische „Friedensbischof“ Thomas J. Gumbleton (Detroit)
von Pax Christi und Vertreter der Friedenbibliothek in Berlin. Der evangelische
Theologe Paul Gerhard Schoenborn aus Wuppertal hielt auf dem Grazer Symposion folgendes
Referat:
Der
katholische Christ Franz Jägerstätter und der evangelisch-lutherische Christ
Dietrich Bonhoeffer gehören für mich dicht zusammen. Beide sind zur selben Zeit
im Militärgefängnis Berlin-Tegel inhaftiert; der Untersuchungsgefangene Bonhoeffer
in den ersten Wochen in einer Zelle, die sich im Bereich derer befindet, die
auf ihre Hinrichtung warten, also wahrscheinlich in der Nähe Jägerstätters.
Beide haben in existentieller Tiefe erkannt, dass sie sich entweder für die
Nachfolge Christi oder für die Kriegspolitik Hitlers entscheiden müssen. So
verweigern beide Hitler den Kriegsdienst, beide erleiden den Märtyrertod.
Aber
es gibt einen gravierenden Unterschied, wenn man einmal davon absieht, dass sie
aus weit auseinanderliegenden sozialen Schichten stammen, verschiedenen
christlichen Konfessionen angehören und gänzlich andere Bildungswege gegangen
sind. Dietrich Bonhoeffer wird am 9. April 1945 im KZ Flossenbürg zusammen mit
Admiral Canaris, General Oster und einigen anderen hohen Militärs auf viehische
Weise stranguliert. Zur gleichen Zeit eliminiert man im KZ Sachsenhausen
Bonhoeffers Schwager Hans von Dohnanyi. Das geschieht auf ausdrücklichen Befehl
Hitlers. Er sieht in dieser Gruppe die Hauptverantwortlichen am Putschversuch
des 20. Juli 1944.
Dietrich Bonhoeffer – ein lutherischer Pastor, dazu ein christlicher Pazifist, hingerichtet wegen seiner Beteiligung am fehlgeschlagenen Tyrannenmord: Wahrlich ein großer Unterschied zu Franz Jägerstätter. Wie kommt ein lutherischer Pastor, mehr noch: ein christlicher Pazifist dazu, einen Tyrannenmord zu bejahen und die Wahrscheinlichkeit eines Bürgerkrieges in Kauf zu nehmen? Es liegt ein komplizierter Entscheidungsweg vor.
1. Der junge Bonhoeffer – zunächst kein Pazifist
Er kommt zunächst gar nicht auf den Gedanken, den Wehrdienst zu verweigern. Als Student in Tübingen nimmt er wie viele andere Studenten an einer militärischen Kurzausbildung der „Schwarzen Reichswehr“ in Ulm teil.[1]
Im Jahre 1929 hält er
als dreiundzwanzigjähriger Vikar in der deutschen evangelischen
Auslandsgemeinde in Barcelona einen Gemeindevortrag „Grundfragen einer
christlichen Ethik“.[2]
Einleitend legt er dar, dass es keine christliche Ethik im Sinne einer
Prinzipienethik geben könne. Das wäre eine unevangelische Gesetzlichkeit und
hätte nichts zu tun mit der Freiheit eines Christenmenschen. Es komme vielmehr
im Augenblick des Handelns für den einzelnen Christen darauf an, den Willen
Gottes zu erkennen und zu tun. Bonhoeffer zeigt sich hier – und eigentlich sein
ganzes Leben lang – als ein an den Willen Gottes gebundener Situationsethiker.
Er spitzt damals seine Argumentation zu, es gäbe Situationen, in denen man nur
noch die Wahl zwischen „böse und böse“ habe. Ausführlich geht er auf das
Problemfeld „Krieg und Frieden“ ein und konkretisiert es, indem er sich auf
entscheidende Triebkräfte der Neuzeit bezieht: den Nationalismus, das
ökonomische und politische Wachstum in Konkurrenz und auf Kosten anderer sowie
den Krieg als Mittel der Politik. Bonhoeffer gibt zu, dass der, der sich an das
Gebot hält „Du sollst nicht töten!“ zu dem prinzipiellen Schluss kommen muss:
Krieg ist nichts weiter als ein Morden, also ein schweres Verbrechen. Also
dürfe eigentlich kein Christ in den Krieg gehen. Aber Bonhoeffer gibt auf der
anderen Seite auch zu bedenken, das Liebesgebot verlange, den Nächsten zu
schützen. Es bleibe im Verteidigungsfalle also „nicht mehr die Wahl zwischen
Gut und Böse ... Ich werde die Waffe erheben in der furchtbaren Erkenntnis,
etwas Entsetzliches zu tun, aber doch nicht anders zu können, und weiß doch,
dass das nur durch Blutvergießen geht, aber die Liebe zu meinem Volk wird den Mord,
wird den Krieg heiligen.“[3] Er
geht sogar noch weiter: Er erklärt auch Angriffskriege einer jungen Nation, die
Lebensraum gewinnen muss, für gerechtfertigt. Es sei, so Bonhoeffer, dem Volk
(gemeint ist: einer aufstrebenden Nation) erlaubt, „ohne Sentimentalitäten ...
über den anderen, auch wenn es ihm wehtut, hinwegzuschreiten, denn Gott will
die Stärke des Lebens, nicht die Angst, und Gott selbst wird die Wunden, die er
durch uns reißt, die wir wegen ihm reißen, reichlich zu heilen wissen.“
Sieht man ab vom jugendlichen Überschwang seiner Ausführungen mit deutlichen Anklängen an Friedrich Nietzsche und Oswald Spengler, so muss man konstatieren: Bonhoeffers Grundeinstellung ist zu der Zeit so nationalkonservativ gewesen wie die der meisten deutschen Protestanten: Gott will den Dienst für das Vaterland, also auch den Kriegsdienst.
Dass man mit dieser Einstellung in der evangelischen Kirche in Ehren alt und grau werden kann, sieht man an prominenten Zeitgenossen Bonhoeffers, bei denen es später keine elementaren Veränderungen ihrer Biographie gab wie bei dem jungen Mann Dietrich Bonhoeffer. Ich nenne hier nur den Bischof von Berlin-Brandenburg Otto Dibelius (1880–1967). Ich könnte leicht noch andere Zeugnisse für den Nationalprotestantismus jener Tage beibringen.
Otto Dibelius gilt in der Endphase der Weimarer Republik wegen seiner Schrift von 1929 „Friede auf Erden?“ [4] als „nichtpazifistischer“ Kriegsgegner. Und doch kann er in dieser Schrift in geradezu klassischer Weise formulieren: „ ... Der Christ weiß: Gott will etwas ganz anderes als den Krieg! ... Aber wenn es das Vaterland fordert, wird er in diese Welt des Grauens freudig und getrost hineingehen. Er wird seinen Mann stehen und keinen Dienst verweigern, der ihm befohlen wird. Er steht im Dienste seines Gottes, wenn er für das Vaterland kämpft.“ 1956 unterzeichnete Dibelius, zu jener Zeit auch einer der sechs Präsidenten des Weltkirchenrats, für die Evangelische Kirche in Deutschland den umstrittenen Militärseelsorgevertrag mit der Bundesregierung. Wie Dibelius argumentieren auch heute noch manche evangelische Christen. Das Wort „Vaterland“ gebraucht man dabei aber nicht mehr, sondern sagt „Westliche Wertegemeinschaft“, „Freie Welt“ oder Ähnliches. Auch scheut man sich, Kriegseinsätze als „Dienst Gottes“ zu bezeichnen, sondern spricht von ethischen Zwängen und dergleichen, denen man gehorcht.
2. Bonhoeffers „Bekehrung“ durch die Bergpredigt
Der junge Bonhoeffer bleibt nicht bei seiner
nationalkonservativen Kriegsethik. Er hat um das Jahr 1931 ein
Schlüsselerlebnis, das seine Frömmigkeit vertieft und seine Theologie
radikalisiert. Er hat es niemals seine „Bekehrung“ genannt, das hätte ihm zu pietistisch
geklungen. Aber es ist eine.
Schon vorher ist ihm, theologisch reflektierend,
klar geworden, dass „Christus als Gemeinde existiert“. Das arbeitet er in
seiner Dissertation „Sanctorum communio“ (1927, als Buch 1930)[5]
heraus. In der Christenheit ist Jesus von Nazareth nicht nur eine zentrale
theologische Größe. Jesus Christus wirkt auf die Menschheit ein durch seine ihm
gehorsame Kirche.
In Bonhoeffers existentieller Wende, an der sein
Freund und Mitstipendiat am „Union“ in New York, der französische reformierte
Friedenspfarrer Jean Lasserre großen Anteil hat, erschließt sich ihm – und in
der Folge immer wieder neu –, dass Christus ihn persönlich in dem Wort der
Heiligen Schrift anredet und – vor allem durch die Weisungen der Bergpredigt –
sein Leben prägen will.
Diese Erfahrung bedeutet für Bonhoeffer
gleichzeitig auch eine politische Umkehr. Es geht ihm fortan darum, die Sache
Jesu Christi im politischen Raum zur Geltung zu bringen. „Der christliche
Pazifismus, den ich noch kurz vorher ... leidenschaftlich bekämpft hatte, ging
mir auf einmal als Selbstverständlichkeit auf. Und so ging es weiter, Schritt
für Schritt.“[6]
Bonhoeffer lebt hinfort seinen christlichen Glauben bewusst als aktive Nachfolge Christi. Glaube ist für ihn nicht mehr eine Art spiritueller Partizipation an einem religiös-philosophischen Denkgebäude – obwohl er sich weiterhin als akademischer Lehrer subtil um fundamentaltheologische und sozialethische Analysen und Fundierungen bemüht. Sondern Glauben ist für ihn die im Lebensakt vollzogene Antwort auf den im gegenwärtigen Christus erkannten Willen Gottes.
Bonhoeffer gibt seine gläubige Lebensantwort in zwei Richtungen:
1931 wird Bonhoeffer, neben einem Briten und einem
Franzosen, einer der drei ehrenamtlichen Jugendsekretäre des „Weltbundes für
Freundschaftsarbeit der Kirchen“. Zu seinen Aufgaben gehört es, internationale
Friedenstagungen zu organisieren. Eine solche findet im Sommer 1932 in
Ciernohorské Kúpele in der Tschechoslowakei statt. Dort hält er einen
theologischen Grundsatzvortrag[7] und
führt darin aus: Die weltweite Kirche ist die Gegenwart Christi auf Erden,
daraus empfängt sie ihre Vollmacht und Botschaft. Ihre Aufgabe ist keineswegs
die Proklamation allgemeiner Prinzipien. Vielmehr muss sie wagen, Gottes Gebot
gegenwartsbezogen, konkret und radikal zu verkündigen. Fühlt sie sich dazu
nicht imstande, soll sie lieber „qualifiziert schweigen“. Er konstatiert: „Die
Kirche muss es aber heute wagen, konkret zu sagen: Geht nicht in den Krieg!“[8] „Die
Ordnung des internationalen Friedens ist heute Gottes Gebot für uns.“[9]
Es ist für Bonhoeffer klar, dass es nicht
genügt, allgemein für Frieden einzutreten, denn der von Gott gebotene Friede
hat zwei Grenzen: erstens die Wahrheit, zweitens das Recht. Gemeinschaft des
Friedens kann nur bestehen, wenn sie nicht auf Lüge und nicht auf Unrecht
beruht.[10]
Krieg in der Gegenwart bedeutet die sichere Selbstvernichtung der Kämpfenden
und zerstört Seele und Leib. Deswegen und weil der Krieg lügnerisch verbrämt
wird durch Idealisierung und Vergötzung, „muss der Krieg, konkret also der
nächste Krieg, der Ächtung durch die Kirche verfallen.“[11]
Gegen jede Privatisierung und Individualisierung der Ethik betont er, dass der
Wille Gottes sich nicht nur auf die Neuschaffung des Menschen richtet, sondern
auch auf die Neuschaffung der Zustände in der Welt (341f).[12] Die
Christen haben zu lernen, übernational zu denken und zu handeln.
Dass die Kirche für Frieden, der auf Wahrheit und Recht gründet, dem eigenen Staat gegenüber eintreten muss, führt Bonhoeffer im April 1933 vor einem Berliner Pfarrerkreis aus. Der Vortrag wurde im Juni des gleichen Jahres in der Zeitschrift „Der Vormarsch“ veröffentlicht, sein Titel: „Die Kirche vor der Judenfrage“.[13] Wenn einer Bevölkerungsgruppe die elementaren Rechte verweigert werden, muss die Kirche den Staat deutlich auf die Folgen seines Tuns hinweisen. Sie hat ein Wächteramt und ist allen Opfern staatlichen Handelns zur Hilfeleistung verpflichtet, nicht nur den eigenen Mitgliedern. Statt nur die Opfer unter dem Rad zu verbinden, muss sie dem Rad in die Speichen fallen. Zivilcourage im politischen Bereich und offener Widerstand sind nötig. „Dem Rad in die Speichen fallen“ beinhaltet für ihn zu der Zeit noch nicht Aktionen, notfalls mit Gewalt, sondern öffentlicher Protest einer Kirchensynode, aber auch Gehorsamsverweigerung des einzelnen.
Ende August 1934 findet eine gemeinsame Tagung des Weltbundes für Freundschaftsarbeit der Kirchen und des ökumenischen Rates „Life and Work“ auf der dänischen Nordseeinsel Fanø statt. Der junge deutsche Theologie hält einen der Hauptvorträge zum Thema: „Kirche und Völkerwelt“.[14] Der Weltbund, so Bonhoeffer, hat Gottes Ruf zum Frieden vernommen und verkündet diesen Ruf als Gottes heutiges Gebot an die Völker der Erde. Es ist kein Programm, das erst noch zu diskutieren wäre. Es ist ein mit der Erscheinung Christi gegebenes konkretes Gebot. Die alte Frage der Schlange „Sollte Gott gesagt haben?“ kleide sich heute in vielerlei Weise: Kriege müssten kommen, sie folgten einem Naturgesetz. Oder: „Sollte Gott nicht doch gesagt haben, wir sollten wohl für den Frieden arbeiten, aber doch Tanks und Giftgas bereitstellen?“ Wer so frage, verweigere Gottes Gebot „Frieden auf Erden!“ den schlichten, gläubigen Gehorsam.
Die Waffen aufeinander zu richten, so
fährt Bonhoeffer fort, heißt die Waffen auf Christus zu richten, der in seiner
Kirche unter den Völkern gegenwärtig ist. Darum fordert er, dass die Christen,
die in Ländern des sich damals schon abzeichnenden Krieges leben, kein Gewehr
in die Hand nehmen und den Kriegsdienst verweigern.
Er fragt eindringlich: „Wie wird Friede?
Wer ruft zum Frieden, dass die Welt es hört, zu hören gezwungen ist? ... Der
einzelne Christ kann das nicht, er kann wohl, wo alle schweigen, die Stimme
erheben und Zeugnis ablegen, aber die Mächte der Welt können wortlos über ihn
hinwegschreiten. Die einzelne Kirche kann auch wohl zeugen und leiden – ach,
wenn sie es nur täte – aber auch sie wird erdrückt von der Gewalt des Hasses.“
Und dann sagt der junge Deutsche ein prophetisches, utopisches Wort: „Nur das Eine große ökumenische Konzil
der Heiligen Kirche Christi aus aller Welt kann es so sagen, dass die Welt
zähneknirschend das Wort vom Frieden vernehmen muss und dass die Völker froh
werden, weil diese Kirche Jesu Christi ihren Söhnen im Namen Christi die Waffen
aus der Hand nimmt und ihnen den Krieg verbietet und den Frieden Christi
ausruft über die rasende Welt. ... Sollen wir die einzelnen, die ihr Leben an
diese Botschaft wagen, allein lassen? ... Worauf warten wir noch?“
Die Konferenz ist Bonhoeffers Utopie nicht gefolgt. Otto Dudzus, der als Student des Berliner Dozenten Bonhoeffer anwesend war, berichtet später, es habe während des Vortrags eine ungeheure Spannung über der Konferenz gelegen. Alle hätten gespürt, dass der junge Mann recht habe. Aber was er sagte, hätte den meisten dann doch zu enthusiastisch, zu theologisch- unvernünftig geklungen. Aber nach Jahrzehnten bekamen diese Worte eine große Aktualität in der christlichen Friedensbewegung der 1980er Jahre, im „Konziliaren Prozess für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung“, wozu ich auch die Einladung Papst Johannes Pauls II zu einem Friedensgebet der Weltreligionen in Assisi 1986 zähle.
In späteren Jahren verhinderte das NS-Regime internationale ökumenische Aktivitäten evangelischer Christen, so auch die Bonhoeffers. Aber im Rahmen seiner konspirativen Tätigkeit während des Zweiten Weltkriegs trifft er sich in Genf mit Freunden aus der früheren gemeinsamen Arbeit in der Zentrale des Ökumenischen Rates und formulierte mit an Friedenzielen für die Zeit nach Hitler. Bonhoeffer bleibt auf seiner Spur.
4.
Bonhoeffers Entschlossenheit, den Kriegsdienst zu verweigern
Vor
der Hauptkonferenz findet auf Fanø eine Jugendkonferenz statt, an deren
Durchführung Bonhoeffer beteiligt ist. Unter anderem werden Fragen der
Gewissensfreiheit, der Kriegsdienstverweigerung und des bürgerlichen
Ersatzdienstes beraten. In einer Entschließung werden die Kirchen aufgefordert,
sich derjenigen ihrer Mitglieder besonders anzunehmen, die sich im Glauben an
das Evangelium weigern, Waffen zu tragen.[15] Ob
Bonhoeffer an das Zeugnis der Kriegsdienstverweigerer dachte, als er einige
Tage später in der Hauptkonferenz von den einzelnen Christen spricht, die ein
Friedenszeugnis ablegen, über die aber die Mächte der Welt wortlos
hinwegschreiten? Auf jeden Fall, er, der zusammen mit seiner Familie Hitler und
die NS-Politik ablehnt – „Hitler bedeutet Krieg!“ –, weiß, welchen Weg er gehen
will.
Als
Dietrich Bonhoeffer ab 1935 in illegalen Halbjahreskursen Vikare der
Bekennenden Kirche ausbildet, erfahren sie in von ihm, dass er den Kriegsdienst
verweigern will. Denn er sieht, dass der Krieg kommt. Er begründet das mit dem
Ruf Jesu in der Bergpredigt; ihm will gehorsam sein.
Sein
Freund Eberhard Bethge erinnert sich, die Vikare und Bonhoeffer hätten
gemeinsam die Rundfunkrede am 1. Mai 1935 gehört, in der Adolf Hitler die
Einführung der allgemeinen Wehrpflicht verkündete. Alle hätten das mit großem
Beifall aufgenommen, nur Bonhoeffer nicht. „Es war für mich das erste Mal, dass
ich von einem reformatorischen Theologen, einem Lutheraner ... nun die Frage
hörte: Gibt es denn für einen Christen nicht wenigstens die Option, dass er
simpel der Bergpredigt zu gehorchen versucht? Der völlig ruhig, völlig
unfanatisch, mit leiser Stimme, nicht als ob er eine Sache bei uns durchsetzen
müsste, sondern einfach persönlich berichtete, dass er sich eines Tages
entschieden hätte, wenn es denn an ihn kommen sollte, würde er den Kriegsdienst
verweigern.“[16]
Die
jungen Theologen erfahren auch, dass ihr Direktor mit dem Nichtchristen Mahatma
Gandhi korrespondiert. Er möchte von ihm mehr lernen über Geist und Methoden
des gewaltlosen Widerstands und wird von ihm nach Indien eingeladen. Weil aber
sein Engagement im Kirchenkampf Vorrang hat, kommt es nicht zu dieser Reise.
Die
Vikare sind mehr als verunsichert. Wie für fast alle deutschen Männer gibt es
für sie nichts anderes: Wenn das Vaterland zu den Waffen ruft, muss man diesem
Ruf folgen. Der Gedanke an Wehrdienstverweigerung, weil Christus sie dazu
aufruft, ist ihnen so fern wie nur irgend etwas. Opposition gegen die mit dem
NS-Regime gleichgeschalteten Amtskirche schließt für sie nicht aus, diesem
Regime als Soldat zu dienen; man will sich doch nicht von den Nazis an
Vaterlandstreue übertreffen lassen. Also auch hier: Unhinterfragter
protestantischer Nationalkonservativismus.
Bonhoeffer
ist mit seiner Einstellung zu der Zeit im deutschen Protestantismus eine
absolute Ausnahme. Ich weiß nur noch von drei anderen evangelischen Christen,
die Hitler den Kriegsdienst verweigerten: Hermann Stöhr und Martin Gauger;
beide Mitglieder der Großkirche, und Alfred Herbst, ein Baptist. Alle drei
haben ihr Friedenszeugnis mit dem Leben bezahlt.[17]
Als potentieller Kriegsdienstverweigerer ist Bonhoeffers Leben im Kriegsfall gefährdet. Das ist ihm und den Seinen sehr bewusst. Soll er in die USA emigrieren, wo er 1930 ein Studienjahr verbracht hatte? Seine Freunde dort bereiten alles für eine Dozententätigkeit und eine Arbeit als Emigrantenseelsorger vor. Er reist nach New York – und kehrt nach wenigen Wochen zur großen Verärgerung derer, die sich für ihn eingesetzt hatten, nach Deutschland zurück: Er will nicht fliehen. Als der Krieg beginnt, wird er als „kv“ (= kriegsverwendungsfähig) gemustert, aber zunächst nicht eingezogen. Nun bewirbt er sich als Wehrmachtspfarrer, wird aber abgelehnt, da nur noch Leute mit Frontbewährung Kriegspfarrer werden können.[18] Sein Schwager Hans von Dohnanyi, als Sonderführer tätig im „Amt Canaris“, der Abwehr (= Spionageorganisation) der Wehrmacht, macht ihm in den ersten Kriegsmonaten den rettenden Vorschlag, ziviler Mitarbeiter – also „V-Mann“, wie man es auch damals schon nannte – bei der Abwehr zu werden, weil er mit seinen vielen ökumenischen Kontakten der Geheimdienstarbeit nützlich sein kann. So wird immer wieder unter Berufung auf seine Tätigkeit bei der militärischen Abwehr, die verwaltungs- und aktenmäßig erst viel später einwandfrei fixiert wird (die Herausgeber des Bandes 16 der DBW sprechen von „zunächst halbdienstlichen Kontakten mit Oberst Oster“,[19]), eine „uk“(= unabkömmlich)-Stellung Bonhoeffers erreicht. Der Kriegsdienstverweigerer entgeht auf diese Weise der Einberufung als Soldat, gerät aber dafür an eine „innere Front“, in die Vorbereitungen eines politischen Umsturzes.
Maria von Wedemeyer, eine junge pommersche Adlige, deren Vater und Bruder an der Ostfront gefallen waren und mit der Bonhoeffer sich im Januar 1943 verlobt, schreibt am 15. Oktober 1942 in ihr Tagebuch: „Ich hatte ein sehr interessantes Gespräch mit Pastor Bonhoeffer. Er sagte, bei uns beruhe es auf Tradition, dass die Jungen sich freiwillig als Soldaten stellten und auch ihr Leben ließen für eine Sache, die sie möglicherweise gar nicht bejahten. Es müsse aber auch Menschen geben, die nur nach ihrer Überzeugung kämpfen könnten. Bejahten sie den Kriegsgrund, dann gut. Sei dies aber nicht der Fall, so könnten sie dem Vaterland am besten mit einem Wirken an der inneren Front, vielleicht auch einem Wirken gegen das Regime nützen. Es wäre daher ihre Aufgabe, so lang wie möglich vom Dienst der Wehrmacht fernzubleiben – und sogar unter Umständen, falls sie es mit ihrem Gewissen nicht vereinbaren können, Kriegsdienstverweigerer zu sein. – Ach das ist logisch alles so klar und deutlich. Aber ist es nicht grausam, wenn ich an meinen Vater denke?“[20]
Hans von Dohnanyi und dessen direkter Vorgesetzter, der damalige Oberst Hans Oster, arbeiteten mit Wissen von Admiral Canaris schon lange an Umsturzplänen. Bonhoeffer ist seit 1938 Mitwisser. Er unternimmt im Auftrag Osters und Dohnanyis Reisen ins neutrale Ausland (Schweiz, Italien, Schweden) und ins besetzte Norwegen. Er soll über ihm bekannte Ökumeniker Kontakte mit den Alliierten herstellen, um Friedensbedingungen auszuloten. Zur Unterrichtung umsturzbereiter Offiziere erstellt er zusammen mit seinem Freund Justus Perels zwei genaue Dossiers über den Abtransport deutscher Juden aus deutschen Großstädten in die Vernichtungslager des Ostens. Größere politische Bedeutung ist seinem konspirativen Treffen mit dem Mitglied des britischen Oberhauses, Bischof Bell von Chicester, in Sigtuna, Schweden, im Mai 1942 beizumessen. Allerdings ist das Endergebnis für die Verschwörer negativ. Die britische Regierung will zuerst Aktivitäten der Putschisten sehen, ehe sie irgendwelche Zusicherungen macht. Bonhoeffer formuliert bei Besuchen in Genf auch mit an Friedenszielen, die in der Ökumene für die Zeit nach Hitler entworfen wurden. Er regt im Auftrag des Bruderrats der Bekennenden Kirche eine Denkschrift des sogenannten „Freiburger Kreises“ an, die den politischen und geistigen Wiederaufbau Deutschlands nach dem Kriege zum Inhalt hat.
Auf eine ganz unprätentiöse Art wird Bonhoeffer zum Seelsorger für einige Putschisten. Verbürgt ist das außer für seine beiden Schwäger Hans von Dohnanyi und Rüdiger Schleicher für Hans Oster, Ludwig Beck, Hans Bernd von Haeften, Carl Friedrich Goerdeler, Ewald von Kleist-Schmenzin. Ich halte das für seinen größten Beitrag innerhalb der Umsturzvorbereitungen. Ein schriftliches Zeugnis, in diesem Umfeld christliche Hoffnung in unreligiöser Sprache zu vermitteln, ist seine kleine maschinenschriftliche Freundesgabe: „Nach zehn Jahren“.[21]
Das weit verbreitete Bild von Bonhoeffer als einem prominenten Widerstandskämpfer, der sich, motiviert durch seine theologischen Überzeugungen, entschließt, im Amt Canaris mitzuarbeiten, um das NS-Regime zu stürzen, bedarf offensichtlich der Korrektur. Bonhoeffer geriet in den Widerstand, weil er den Kriegsdienst für Hitler vermeiden wollte. Festzuhalten ist aber, dass er den Versuch eines gewaltsamen Umsturzes mitgetragen und nicht etwa davon abgeraten hat.
Während der ersten Kriegsjahre arbeitet Bonhoeffer in den Wochen, in denen er nicht im Dienste der Verschwörung Reisen unternimmt, an einer theologischen Ethik. Einer der letzten Entwürfe handelt von den „Strukturen des verantwortlichen Lebens“, eines Lebens, das sich nicht aus notwendigen Entscheidungen und Aktionen heraushält, um ein reines Gewissen zu behalten. Das Tun des verantwortlichen Christen, der sich an Christus orientiert, ist für Bonhoeffer durch viererlei gekennzeichnet: durch Stellvertretung, Wirklichkeitsgemäßheit, Schuldübernahme und das Wagnis freier Tat.[22]
Angesichts der verbrecherischen Eroberungskriege Hitlers, angesichts der millionenfachen Morde an Juden, Zigeunern, Polen, Sowjetbürgern, Behinderten, angesichts der „Maskerade des Bösen“, das seine Untaten als etwas Gutes darstellt und damit die Werte der Gemeinschaft in Tiefenschichten umprägt, muss etwas dagegen getan werden. Aber Bonhoeffer weiß um die Schuld, die damit vor Gott und seinem Gebot „Du sollst nicht töten!“ verbunden ist. Weder heroisiert er die Umsturzpläne noch rechtfertigt er sie. Er sieht deutlich, dass nichts gegen das NS-Regime zu unternehmen, obwohl man sich in einer Situation befindet, wo man etwas tun kann, gleichfalls schuldig werden lässt – aber in höherem Maße und in unverantwortlicher Weise. So vertraut er sich und die Mittäter der Gnade Gottes in Christus an.
Bonhoeffer hat keine Theologie des Widerstands entwickelt, ist nicht „der Theologe des Widerstands“ geworden, als der er kurzschlüssig oft angesehen wird; sondern er ist „der Theologe im Widerstand“ geblieben.[23]
Als das Attentat des 20. Juli 1944 scheitert, befindet sich Bonhoeffer ebenso wie sein Führungsoffizier Schmidthuber und sein Schwager von Dohnanyi schon mehr als 15 Monate in Untersuchungshaft. Von einer Beteiligung an Umsturzplänen ist der Gestapo bis dahin nichts bekannt. Offiziell ermittelt wird gegen die Gruppe wegen Devisenunregelmäßigkeiten im Zusammenhang mit der Ausreise einer Gruppe von Juden in die Schweiz im Auftrage der Abwehr (Das „Unternehmen U 7“). Tatsächlich geht es um die Rivalität zweier Geheimdienste: Das Reichssicherheitshauptamt unter Heinrich Himmler will die Abwehr der Wehrmacht, das Amt Canaris, zerschlagen. Gegen Bonhoeffer wird bereits im September 1943 beim Reichskriegsgericht Anklage erhoben. Die Anklageschrift wirft ihm vor, sich „durch ein auf Täuschung beruhendes Mittel der Erfüllung des Wehrdienstes“ zeitweise entzogen und sich damit der „Wehrkraftzersetzung gemäß § 5 Abs. 1 Ziffer 3“ schuldig gemacht zu haben.[24] Die Eröffnung eines Verfahrens wird aber durch Einwirkung einflussreicher Persönlichkeiten zunächst verschleppt.
Erst durch den sogenannten „Aktenfund von Zossen“ im September 1944 erlangt das Reichssicherheitshauptamt Kenntnis von konspirativen Tätigkeiten im Amt Canaris. Nun wird gegen die ganze Gruppe wegen Hoch- und Landesverrat ermittelt. Auch Bonhoeffers Reisen, besonders sein Treffen mit Bischof Bell, werden eingehend untersucht. In zusammenfassenden Berichten stellt sich der Sachverhalt der Gestapo schließlich so dar, dass man in der Gruppe „Dohnanyi/Oster“ die Zentrale der Verschwörung vor sich hat. Ein weiterer Aktenfund Anfang April 1945 erhärtet das.[25] Adolf Hitler bekommt am 5. April 1945 einige Passagen daraus zu lesen. Er befiehlt die sofortige Liquidierung sämtlicher Verschwörer aus dem Amt Canaris, die dann, unter dem formalen Anschein eines Standgerichts, am 9. April im KZ Sachsenhausen (von Dohnanyi) und im KZ Flossenbürg (Canaris, Oster, Sack, Gehre, Strünck, Bonhoeffer) erfolgt.
Der Entscheidungsweg Dietrich Bonhoeffers in den Märtyrertod ist ein anderer als der von Franz Jägerstätter:
Aber gleich ist bei beiden der unbedingte christliche Glaube. Christus nachzufolgen ist nicht nur ein innerer, spiritueller Vorgang, sondern geschieht in der Welt, im Bereich der ethischen, politischen Verantwortung. Beide werden zu Märtyrern des politischen Christus.
Für Franz Jägerstätter
wie für Dietrich Bonhoeffer ist Gottes Gegenwart im täglichen Leben das Allergewisseste.
Darum haben beide die schwerwiegenden Entscheidungen ihres Lebens und ihren Tod
seinem Urteil, seiner unverfügbaren Gnade anheim gegeben. Beide sind sich einig
in dem, was Bonhoeffer in seiner Freundesgabe „Nach zehn Jahren“ bekennt:
„Ich glaube,
dass Gott aus allem, auch aus dem Bösesten, Gutes entstehen lassen kann und
will. Dafür braucht er Menschen, die sich alle Dinge zum Besten dienen lassen.
Ich glaube,
dass Gott uns in jeder Notlage soviel Widerstandskraft geben will, wie wir
brauchen. Aber er gibt sie nicht im voraus, damit wir uns nicht auf uns selbst,
sondern allein auf ihn verlassen. In solchem Glauben müsste alle Angst vor der
Zukunft überwunden sein.
Ich glaube, dass auch unsere Fehler und Irrtümer nicht vergeblich sind, und dass es Gott nicht schwerer ist, mit ihnen fertig zu werden, als mit unseren vermeintlichen Guttaten.
Ich glaube, dass Gott kein zeitloses Fatum ist, sondern dass er auf aufrichtige Gebete und verantwortliche Taten wartet und antwortet.“[26]
Leseratschläge
- Eberhard Bethge: Dietrich Bonhoeffer, 8. (korrigierte) Auflage, Gütersloh 2004.
- Sabine Dramm in: „V-Mann Gottes und der Abwehr? D. Bonhoeffer und der Widerstand“, Gütersloh 2005.
- Martin Stöhr: Lernen aus der Friedensethik Dietrich Bonhoeffers, Bonhoeffer-Rundbrief Nr. 83, Düsseldorf 2007.
- Paul Gerhard Schoenborn: Alphabete der Nachfolge – Märtyrer des politischen Christus, Wuppertal 1996.
Zu Franz Jägerstätter:
- Erna Putz: Franz Jägerstätter. Besser die Hände als der Wille gefesselt. Franz Steinmaßl, Grünbach 1996 (3. Auflage).
- Erna Putz (Hg): Gefängnisbriefe und Aufzeichnungen. Franz Jägerstätter verweigert 1943 den Wehrdienst, Linz-Passau 1987.
- Gordon C. Zahn: Er folgte
seinem Gewissen. Das einsame Zeugnis des Franz Jägerstätter (Engl.
Originaltitel: In Solitary Witness.), Graz 1988.
[1] Eberhard Bethge: „Dietrich Bonhoeffer“, 8. (korrigierte) Auflage, Gütersloh 2004, S. 77–80.
[2] Dietrich Bonhoeffer Werke (= DBW), Band 10 „Barcelona, Berlin, Amerika 1928–1931“, München 1992, S. 323 ff.
[3] A.a.O., S. .338.
[4] Otto Dibelius: „Friede auf Erden? Frage, Erwägungen, Antwort“, Furche-Verlag Hamburg 1929.
[5] DBW Band 1 „Sanctorum Communio”, München 1986.
[6] DBW 14 „Illegale Theologenausbildung Finkenwalde 1935 – 1937“, Gütersloh 1996, S. 112-114 – Brief vom 27. 1. 1936 an Elisabeth Zinn.
[7] DBW Band 11 „Ökumene, Universität, Pfarramt 1931 – 1932“, Gütersloh 1994, S. 327ff.
[8] A.a.O., S. 333.
[9] A.a.O., S. 338.
[10] A.a.O.,
S. 339.
[11] A.a.O.,
S. 341.
[12] A.a.O.,
S. 341f.
[13] DBW Band 12, „Berlin 1932 – 1933“, Gütersloh 1997, S. 349ff.
[14] DBW
Band 13 „
[15] DBW
Band 13, „
[16] Eberhard Bethge: „In Zitz gab es keine Juden“, München 1989, S. 95f.
[17] Harald Schultze/Andreas Kurschat/Claudia Bendick (Hg.): „Ihr Ende schauet an. Evangelische Märtyrer des 20. Jahrhunderts“, Leipzig 2006, S. 268ff, 305ff, 450f.
[18] Eberhard Bethge: „Dietrich Bonhoeffer“, 8. (korrigierte) Auflage, Gütersloh 2004, S. 749.
[19] DBW Band 16 „Konspiration und Haft“, Gütersloh 1996, S. 675.
[20] Dietrich Bonhoeffer/Maria von Wedemeyer: „Brautbriefe Zelle 92“, München 1993, S. 273
[21] DBW Band 8 „Widerstand und Ergebung“, Gütersloh 1998, S. 19ff.
[22] DBW Band 6 „Ethik“, München 1992, S. 256–289.
[23] Vgl. Sabine Dramm in: „V-Mann Gottes und der Abwehr? Dietrich Bonhoeffer und der Widerstand“, Gütersloh 2005, S. 240f
[24] DBW Band 16 „Konspiration und Haft“, Gütersloh 1996, S. 432–443.
[25] Marikje Smidt: „Hans von Dohnanyi-Christine Bonhoeffer. Eine Ehe im Widerstand gegen Hitler“, Gütersloh 2002, S. 453f.