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Prof. Dr. Karl Ernst Nipkow Weiherstraße 49, 72074 Tübingen |
Theologie und Naturwissenschaften hätten sich viel zu sagen, haben sich aber in der Vergangenheit nicht hinreichend wechselseitig kennen gelernt. Die Diskussion offenbart Missverständnisse, Unklarheit und auch Unkenntnis. Eine zusätzliche Komplikation in Gestalt einer innerchristlichen Konfliktlinie ist dadurch entstanden, dass aus den Vereinigten Staaten eine Offensive zur Propagierung des Neo-Kreationismus in Europa unter dem Stichwort „Intelligent Design“ eingesetzt hat.
Teil I. Notwendige
Unterscheidungen: Überwindung von Missverständnissen und die klärende Rolle der
Theologie
1. Was ist Kreationismus? – drei Varianten
Der „Kreationismus“ gehört zu den Erscheinungen
des Fundamentalismus. Er existiert in zwei Varianten und meint in seiner ersten
Form zum einen die wortwörtliche, biblizistische Auslegung der
Schöpfungsgeschichte von Gen 1.
Danach hat sich die Entstehung des Universums
einschließlich unseres Planeten sowie die Gesamtwicklung allen Lebens auf der
Erde mitsamt der Menschheit in ca. 6 000 Jahren vollzogen. Zu diesen Zahlen
kommt man, wenn man die genealogischen Zeitangaben in der Bibel wörtlich
versteht.
Ein zweites Merkmal des Kreationismus ist die Leugnung
evolutionärer Entwicklung. Gott hat für kreationistisch denkende Christen
alle Arten quasi gleichzeitig geschaffen.
Vom dem umrissenen älteren Kreationismus ist der jüngere Neo-Kreationismus in den USA zu unterscheiden. Er vertritt einen „Intelligenten Entwurf“ („Intelligent Design“), Gott wird als Weltplaner und Designer vorgestellt. Das sei quasi-naturwissenschaftlich nachzuweisen. Seit ältesten Zeiten hat die abendländische Philosophie vom „Kosmos“ gesprochen und sich ihn als ewig existierendes, unvergängliches Sein gedacht. Eine geschichtsmächtig gewordene Alternative hierzu entstand im Alten Orient. der Gedanke eines „Plans“ und geschichtlichen Ablaufs. Der Weltplan schlechthin verwies in Altisrael auf einen alles erschaffenden Schöpfergott.
Schließlich kann man einen Begriff von Kreationismus im weitesten Sinn verwenden. Ein Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Erfurt schrieb mir in seiner Einladung zu einer Tagung von Naturwissenschaftlern, sie solle „zu einer klaren Grenzziehung zwischen wissenschaftlicher Erkenntnis und Glaubensfragen (vulgo Kreationismus) führen“. In diesem Satz werden alle Formen des Glaubens an einen „Schöpfer“ („creator“) als kreationistisch bezeichnet. Das ist eine der Verständigung abträgliche Begriffsvermischung.
2. Wissenschaftsorientierung der Schule und Rolle der Theologie im
Religionsunterricht
Man darf sich die Schärfe und Tiefe des Konflikts nicht verstellen. Es geht in der Tat um einen grundlegenden Unterschied, aber nicht zwingend um einen unauflösbaren gedanklichen Gegensatz von Gottesglauben und Atheismus. Der Religionsunterricht und die naturwissenschaftlichen Fächern gehen in ihrem wissenschaftlichen Ethos nicht völlig verschiedene Wege, weil es sich auch beim Religionsunterricht um ein wissenschaftsorientiertes Fach handelt. Die Kinder und Jugendlichen sollten an öffentlichen Schulen nicht in zwei völlig unvereinbaren Welten aufwachsen. Man kann diese Welten dann miteinander verbinden, wenn einerseits der naturwissenschaftliche Unterricht seine Grenzen beachtet und seinen legitimen methodologischen Atheismus nicht als weltanschaulichen Atheismus und sich andererseits der Religionsunterricht als ein der wissenschaftlichen Theologie verbundener, historisch-kritisch auslegender Unterricht versteht. Die kreationistische Offensive bringt dies Gleichgewicht durcheinander, wenn sie den Schöpfungsglauben als eine naturwissenschaftlich belegbare Theorie ansieht. Daher sind auch Schulverwaltungen an einer Klärung interessiert. Als Pädagoge halte ich einen resultierenden „Glaubenskrieg“ für die Schüler schädlich, als Theologe für unnötig.
Im Religionsunterricht muss man zuerst den Schöpfungsglauben richtig
verstehen; dann wird die Religionslehrerschaft den Naturwissenschaftlern wie
den Kreationisten gegenüber sowie insgesamt in der Schulöffentlichkeit und
Gesellschaft urteils- und gesprächsfähig. Die primäre Aufgabe des
Religionsunterrichts bei unserem Thema ist die Interpretation der
biblischen Schöpfungstraditionen. Textgemäß verstehen, sachgemäß urteilen
und die Rolle der Theologie begreifen sind Merkmale religiöser Bildung.
Israel begegnete in Kanaan fest formulierten Formen des Schöpfungsglaubens
(Gen 14, 18-20), der mithin nicht erst eine biblisch-alttestamentliche und
später christliche Besonderheit ist. Es gab im Alten Orient einen als
„höchsten“ Gott geglaubten „ēl aeljōn“ („Gott/El, Höchster“)
(Zimmerli 1975, 25) inmitten eines Pantheons. Im Gegensatz dazu erklärte Israel
nach längerer Entwicklung den höchsten Gott zum einzigen Gott, neben dem kein
zweiter Raum hat.
Die leitenden Interessen der Theologie sind nicht dieselben wie
im naturwissenschaftlichen Diskurs über den „Urknall“ und oder andere
kosmologische Alternativen. Den Verfassern von Gen 1 ging es erstens um die religiöse
Selbstbehauptung gegenüber der religiösen Umwelt in Babylon, die mit der
übermächtigen politischen Gewalt eine politisch-religiöse Einheit bildete und
die Gestirne vergötterte. Dagegen wehrte sich Israel mit seinem strengen
Monotheismus, der alle geschaffenen Wesen und Dinge zu endlichen Phänomenen
degradierte – bis heute die Basis gegen jede Vergötterung! Es erfolgte eine
schonungslose Entmythisierung der kosmischen Elemente. Die offensichtlich
mythisch belasteten Worte „Sonne“ und „Mond“ werden gar nicht im Text
gebraucht. Von ihnen wird pragmatisch als von „Lichtkörpern“ bzw. „Lampen“
geredet, die den Tag und die Nacht erhellen. Den astralen Größen mit der
höchsten staatlichen und religiösen Würde wird die Erschaffung der Pflanzenwelt
noch vorangestellt (vgl. Zimmerli 1975, 24ff.). Von einer Übereinstimmung
zwischen diesen Aussagen und denen der Evolution kann nicht die Rede sein.
Der Text gilt als von Priestern verfasst und wird seit dem 19.
Jahrhundert als „Priesterschrift“ bezeichnet. Der theologische Mittelpunkt ist
der Tempel in Jerusalem. Nach dem Alttestamentler Christoph Levin hat die
Priesterschrift ein herausragendes Interesse am Sabbat. „Nur um den
Sabbat schon am Ursprung der Welt zu verankern, wird die gesamte Entstehung der
Welt in ein überaus künstliches Korsett von sechs Tagen gespannt“ (Levin 2006,
76).
Der siebte Tag ist der Tag der Ruhe Gottes von allen seinen Werken, der
Tag des besonderen Gottesdienstes. Damit gehört der Schöpfungsglaube primär in
den Kontext des Lobes Gottes als des umfassend sorgenden Gottes,
der von seiner Schöpfung sagt, dass sie „gut“, ja, „sehr gut“ ist. Wir sind von
selbstzweckhaften kosmologischen Spekulationen über die Weltentstehung weit
entfernt. Das Schöpfungslob drückt sich unmittelbar in den Schöpfungspsalmen
aus. Mit dieser Deutung und Würdigung sind wir von einer mit den
naturwissenschaftlichen Kategorien wetteifernden
pseudo-naturwissenschaftlichen, sich vom biblischen Zeugnis weg bewegenden
kreationistischen Theorie weit entfernt. Die kreationistische Vermengung von
Aussageebenen und Aussageabsichten bewirkt Verwirrung.
Aber stehen nicht in Gen 1 Aussagen, die nun doch die Weltentstehung
betreffen? Natürlich, weil in der ganzen antiken Welt selbstverständlich bei
Glaubensaussagen über natürliche Phänomene das herrschende antike Weltbild zum
Vorschein kommen musste: die Erde als Mittelpunkt, der über ihr sich wölbende
Himmel, vorgestellt als festes Firmament (Luther: „Feste“), das die Erde
gegenüber dem von allen Seiten drohenden Meer schützt. Im Religionsunterricht
wird seit Jahren darüber informiert. Die Schülerinnen und Schüler werden in
eine text-, zeit- und sachgemäße interpretierende Deutung eingeführt, die die
einzelnen Aussagen nicht wörtlich versteht, sondern theologisch-sinnbildlich.
Ein einziges Beispiel: In Genesis 1 wird die Erschaffung des Lichts vor
der der Gestirne berichtet, „ja die Schöpfung beginnt mit dem Licht. Es ist
unsinnig, die Alten für so einfältig zu halten, dass sie nicht gemerkt und
gewusst hätten, dass das Licht von der Sonne, den Gestirnen herstrahlt“ (Gese
1977, 212).
„In der biblischen Sprache kann Licht geradezu den Bedeutungsinhalt von
Leben im Sinn des Wahrnehmens, ja von Bewusstsein annehmen: ‚Und das Leben war
das Licht der Menschen’ (Joh 1,4). [...] Selbstverständlich ist in Gen 1 das
reale Licht gemeint sinnlicher Wahrnehmung, [...] aber in diesem Urphänomen der
Wahrnehmung schlechthin ist auch jenes Licht eingeschlossen, das ein Blinder
sehen kann und das Erleuchtung ist. Das Symbol transzendiert die Physis. Es ist
das Licht, das dann auch das Kleid der Gottheit ist, wie es Ps 104, 1b.2a
genannt wird, d. i. die Außenseite, die Erscheinungsform Gottes. Es ist das
Licht der Doxa, des göttlichen Herrlichkeitsglanzes, das am Ende und Ziel des
Seins leuchten wird, wenn Sonne und Mond nicht mehr sind“ (213).
Ich breche ab, weil Folgendes deutlich geworden sein dürfte:
3. Zwischenbilanz
Wer als Naturwissenschaftler die religiöse
Bildersprache verkennt, weil er sie nicht zu interpretieren versteht, und sie
dann gar der Lächerlichkeit preisgibt, meint zwar einen vermeintlich als
obsolet durchschauten Schöpferglauben zu brandmarken, verfehlt aber vollständig
dessen Eigenart, sprachlich und inhaltlich.
Ein ungeschichtlicher biblizistischer Kreationismus
und Fundamentalismus geht ebenfalls an den Aussageabsichten der biblischen
Texte vorbei, weil er die Aussagen des Sieben-Tage-Zeugnisses wörtlich nimmt.
Er liefert für die schlecht theologisch informierten Naturwissenschafter eine
falsche Folie, von der diese sich dann ähnlich falsch absetzen können. Das
groteske Missverständnis des Kreationismus erzeugt die abwegige Reaktion der
Astrophysiker und Evolutionsbiologen. Das ist der Missstand.
Ein der religiösen Bildung verpflichteter Religionsunterricht hat
stattdessen die religiöse Sprache verständlich zu machen. Bilder wie
Licht, Finsternis, Himmel, Paradies (hierzu feinsinnig und
allgemeinverständlich Krauss 2004) sind gleichzeitig ,,’physisch’ und ‚geistig’
zu interpretieren. Ein solches symbolisches Tiefenverstehen kann früh
angebahnt werden, denn es ist den Kindern nahe, ist jedoch im späteren Leben
weiter zu pflegen – eine Aufgabe kirchlicher Gemeindebildungsarbeit, weil
Erwachsene sonst spirituell verarmen.
Teil II. Notwendige Zuordnungen: Grenzbewusstsein, mehrperspektivische
Erschließung der Wirklichkeit und Einübung in komplementäres Denken
Wer mehrperspektivisch zu sehen und komplementär zu denken lernt,
überbrückt in seiner religiösen Bildung eine völligen Unvereinbarkeit zwischen
Weltentstehungs- und Evolutionstheorien einerseits und dem Schöpfungsglauben
andererseits. Diese Kompetenz setzt freilich voraus, dass man auf beiden Seiten
neben der jeweiligen Eigenart des Umgangs mit der Wirklichkeit in aller
Klarheit auch die jeweiligen Grenzen erkennt. Religionslehrkräfte brauchen
deshalb neben dem oben skizzierten theologischen auch folgendes
naturwissenschaftliches Grundlagenwissen zu unserem Thema.
1. Ist in der
Natur ein göttlicher Plan zu erkennen? Grenzen der naturwissenschaftlichen
Theoriebildung
Im Lichte alttestamentlicher Forschung wie systematischer theologischer
Grundsätze war oben der biblizistische Kreationismus fachwissenschaftlich und
religionsdidaktisch für den Religionsunterricht abzulehnen. Wie steht es mit
dem Neokreationismus des Intelligent Design? Astrophysik und
Evolutionsforschung haben Phänomene beobachtet, die es verständlich machen,
dass Gläubige an einen göttlichen Plan glauben. Stephen Hawking
(2006/2007) fragt: „Warum hat das Universum fast genau mit der kritischen
Expansionsgeschwindigkeit begonnen, durch sich die Modelle, nach denen das
Universum irgendwann rekollabiert, von jenen unterscheiden, die eine ewige
Expansion beschreiben, so dass es sich heute – zehn Milliarden Jahre später –
noch immer fast genau mit der kritischen Geschwindigkeit ausdehnt? Wäre die
Expansionsgeschwindigkeit eine Sekunde nach dem Urknall nur um ein
Hunderttausendmillionstel Millionstel kleiner gewesen, so wäre das Universum
wieder in sich zusammengefallen, bevor es seine gegenwärtige Größe erreicht
hätte“ (151f.).
Wenn man dies liest, ist man
geneigt, auszurufen: Welch eine im Universum von seinem Anfang an waltende
übernatürliche Intelligenz! Ist sie nicht ein Hinweis auf einen Schöpfergott?
Eine analoge Erscheinung sind „einige grundlegende Zahlen, etwa die
Größe der elektrischen Ladung des Elektrons und das Massenverhältnis von Proton
und Elektron“ (Hawking, 155f.).
„Bemerkenswert ist, dass die Werte dieser Zahlen sehr fein darauf
abgestimmt zu sein scheinen, dass sie die Entwicklung des Lebens ermöglichen.
Wäre beispielsweise die elektrische Ladung des Elektrons nur ein wenig von
ihrem tatsächlichen Wert abgewichen, wären die Sterne entweder nicht in der
Lage gewesen, Wasserstoff und Helium zu verbrennen, oder sie wären nicht
explodiert“ (156).
Wir dürfen uns hinsichtlich der unzähligen Formen einer weiteren Feinabstimmung
im Pflanzen- und Tierreich mit Hinweisen begnügen. Der Biologieunterricht
erschließt sie im Lehrplan der Sek II hinsichtlich des Zusammenspiels der
unzähligen mikrobiologischen Prozesse im menschlichen Gehirn. Jeder kennt
ferner das Erstaunen angesichts der sog. „Wunder“ der Natur. Zurück zu Hawkings
Erklärung. Er überlegt eine Antwort zwischen zwei Alternativen: Was er als„sehr
fein“ existierende Abstimmung vorfindet, könne man „entweder als Beweis für den
göttlichen Ursprung der Schöpfung und der Naturgesetze werten oder als Beleg
für das starke anthropische Prinzip“ (ebd., ferner Breuer 1981). Das Prinzip
besagt mit Hawking: „Wir sehen das Universum, wie es ist, weil wir existieren“
(154). Oder: „Wäre es anders, wären wir nicht hier!“ (155). Die elementare
Abstimmung bestünde mithin in der Passung zwischen außermenschlichen
Strukturen und menschlichem Bewusstsein, das schließlich imstande ist, jene
Abstimmung zu durchschauen und zu denken.
Der Gesamtprozess der Evolution betrifft zunächst die kosmische
Evolution, die ca. sieben Milliarden Jahre umfasst, einen Zeitraum, in welchem
auch unser Sonnensystem entsteht, „das ungefähr fünf Milliarden Jahre alt ist“
(ebd.). Darin eingeschlossen sind außerdem die ersten ein oder zwei Milliarden
Jahre im Leben der Erde; sie „waren zu heiß, als dass sich irgendwelche
komplizierten Strukturen hätten entwickeln können“ (ebd.). Dann setzte die
„biologische Evolution“ ein, die „die restlichen drei Milliarden Jahre
benötigte, [...] um von den einfachsten Organismen zu Geschöpfen zu gelangen,
die fähig sind, die Zeit bis zurück zum Urknall zu messen“ (ebd.).
Erkenntnistheoretisch gesehen ist die von Hawking favorisierte zweite, nichtreligiöse Option des anthropischen Prinzips ein Zirkelschluss, weil das Sein, wie wir es vorfinden, selbstgenügsam aus sich selbst erklärt wird. Die Frage nach dem Sinn von allem nicht befriedigend beantwortet. Die erste Alternative eines Schöpfergottes wird nicht weiter bedacht, weil sie die Merkmale einer wissenschaftlichen Theorie sprengen würde (siehe demgegenüber gut verständlich und überzeugend Küng 2006).
Eine naturwissenschaftliche
Theorie muss für Hawking „eine große Klasse von Beobachtungen auf der
Grundlage eines Modells beschreiben, das nur wenige beliebige Elemente enthält,
und sie muss bestimmte Voraussagen über die Ergebnisse künftiger Beobachtungen
ermöglichen“ (Hawking, 21). Nach diesem Verständnis ist eine Theorie erstens
empirisch orientiert, weil sie von Beobachtungen lebt und von neuen
Beobachtungen jederzeit widerlegt werden kann. Zweitens hat sie den Charakter
eines Modells, d.h. eines gedanklichen Aussagezusammenhangs, der Beobachtungen
voraussagen möchte. Es ergibt sich ein Kreis, der drittens ständiger Revision
zwischen dem Scheitern einer Theorie und ihrer Bewährung ausgesetzt bleibt.
Unter den für Hawking zum Zeitpunkt der obigen Deutung vorhandenen Bedingungen
ist nur eine weitere Vervollkommnung seiner Theorie möglich, nicht ein
vollständiger Paradigmenwechsel.
Das heißt: Mit einem solchen
naturwissenschaftlichen Wirklichkeitsverständnis verträgt sich erstens keine
Aussage, die irgendetwas jenseits von Beobachtungen betrifft, jenseits der
physikalisch beobachtbaren Welt, eine Metaphysik. Zweitens sind Aussagen
unbrauchbar, die etwas als unumstößlich ausgeben, etwas absolut setzen.
„Absolut“ meint wörtlich „losgelöst von“ anderem, d. h. unabhängig von
Bedingungen oder Voraussetzungen. Hierdurch würde drittens der Revisionsprozess
stillgelegt.
Ich nehme an, dass Hawking genau diese drei Merkmale an der Kirche und
ihrer Theologie kritisiert: erstens die Glaubensbehauptung einer extramundanen,
außerweltlichen Wirklichkeit, die sich grundsätzlich jeder Beobachtung
entzieht, zweitens absolutgesetzte Aussagen über diese Wirklichkeit in Form
dogmatischer Sätze, die keinen Widerspruch vertragen und darum Physiker
drittens in Form von Denkverboten warnen, nach den Voraussetzungen des Urknalls
weiterzufragen.
Das Weiterfragen ist Hawkings Interesse (s.a. Breuer 1981, 135ff.),
allerdings müsste er sich hierbei korrekterweise innerhalb des methodologischen
Atheismus naturwissenschaftlicher Theoriebildung bewegen. Es reizt ihn
aber – so der Schluss seines Buches – zu einer „Großen Vereinheitlichten
Theorie“ zu gelangen, die alles erklärt. Wenn wir sie hätten, „wäre das der
endgültige Triumph der menschlichen Vernunft – denn dann würden wir Gottes Plan
kennen“ (Hawking, 227). Hier tendiert Hawking
zu einem stolzen weltanschaulichen Atheismus.
2. Schüler und
Schülerinnen brauchen eine mehrdimensionale Erschließung der Wirklichkeit und
ganzheitliche Bildung
Anhand von uns allen zugänglichen Wirklichkeitserfahrungen anderer
Art erkennen wir die Einseitigkeit der naturwissenschaftlichen
Perspektiven. Damit ist das Tor zur mehrperspektivischen Wahrnehmung
geöffnet.
Erstens lösen dieselben Phänomene der Natur, die der
Naturwissenschaftler mit seinen Messverfahren untersucht, in unserem
Werterleben ganz andere Erfahrungen aus, nämlich ästhetische Empfindungen oder
unmittelbare ethische Verpflichtungen i.S. der Bewahrung der Natur. Die
Phänomene der Lebenswelt erlauben und fordern von der Schule eine
mehrperspektivische Bildung.
Ähnlich ist es in mitmenschlichen und sozialen Lebensbereichen.
Menschen, die sich lieben, erfahren ein Glück eigener Art. Wer sich um andere,
um Tiere und Menschen, sorgt, wird sich einer eigenen seelischen Verbindung zu
ihnen bewusst.
Auch in den Prozessen des künstlerischen oder geistigen Erlebens und
Schaffens werden die materiellen oder energetischen Prozesse von geistigen
Erfahrungen durchdrungen. Ein Monismus nach Ernst Haeckel und seiner Jünger
heute, die nur Materie und Energie wahrhaben wollen, verfehlt die geistige
Welt. Wir machen ständig Erfahrungen leibseelisch-ganzheitlicher und
selbstreflexiv-geistiger Art, die die messbare Wirklichkeitserfassung
transzendieren.
In diesen Umkreis gehören auch religiöse Erfahrungen. Es war ein
Vorgeschmack der Neuzeit, als mittelalterliche Theologen wie Bernhard von
Clairvaux, später neuzeitliche wie Friedrich Schleiermacher, den religiösen
Glauben mit dem Begriff der „Erfahrung“ beschrieben haben. Religion ist nicht
etwas Erfundenes. Sie wurzelt in „Offenbarungen“, die mit Ian T. Ramsey und
Eilert Herms als „Erschließungserfahrungen“ bezeichnet werden können. Damit
aber sind sie anderen mitteilbar; man kann sie anderen bezeugen, die sich
daraufhin auf sie einlassen und sie selbst machen können. Der christliche
Glaube macht hierbei „eine neue Erfahrungen mit der Erfahrung“ (Jüngel
1972, 8), ist hierbei selbst aber auch auf jeden Fall eine „Erfahrung“ und
damit argumentationsoffen (zur Problemübersicht zuletzt Ritter 2007).
Die Schule darf folglich die Erschließung verschiedener Formen der
Wirklichkeitserfahrung unter dem Druck eines internationalen Wettbewerbs
nicht abschwächen. Literatur-, Musik- und Kunstunterricht, Geschichts- und
Religionsunterricht, Politik- und Geographieunterricht, Philosophie- und
Ethikunterricht, nicht zuletzt Sport und Spiel, erschließen Erfahrungsfelder,
die ebenfalls konstitutiv zur conditio humana gehören. In diesem
allgemeineren Rahmen haben die Schulen auch die Aufgabe, differenzierend und
integrierend, unterscheidend und zuordnend das Verhältnis von
Weltentstehung, Evolution und Schöpfungsglaube darzustellen.
3. Grenzen von
Theologie und Religionsunterricht
Mehrperspektivität relativiert Monopole, die man ideologiekritisch
durchschaut, wenn man Grenzen erkennt. Für die Astrophysik und
Evolutionsbiologie sind sie oben berührt worden. Wie steht es mit den Grenzen
der Theologie? Man kann den Glauben an einen Schöpfergott nicht
naturwissenschaftlich beweisen; man kann ihn überhaupt nicht beweisen, auch
nicht theologisch. Wenn vom „Urknall“ die Rede ist, stößt man zwar schon
bei Schülern auf die Frage: „Und wer oder was verursachte den Urknall?“ Hawking
diskutiert diese Frage als die nach den Ausgangsbedingungen für die Entstehung
unseres Universums. Sie ist aber für ihn uninteressant. Für Theologen ist
dagegen die Hypothese vom Urknall die beliebte Anschlussstelle, an dieser Stelle
Gott ins Spiel zu bringen, als Lückenbüßer, könnte man leicht ironisch
hinzufügen. Denn was erbringt dieser Versuch tatsächlich theologisch? Warum ist
er für theologische Beweisversuche brüchig?
Abgesehen davon, dass im Hintergrund ein ähnlicher, nun kirchlicher
Triumphalismus lauert, bleibt Gott ein Geheimnis, über das wir
nicht wie Wissenschaftler über ihre Daten verfügen. Das Ergebnis ist
außerdem für den persönlichen Glauben existenziell dürftig. Falls Gott den
Urknall bewirkt haben soll, scheint er sich danach zurückgezogen zu haben, weil
die weitere kosmische Evolution unstrittig von Naturgesetzen bestimmt ist. War
er also nur der Uhrmacher, der die Uhr aufgezogen hat, die nun von selbst
läuft? Dieses deistische Gottesbild hat keine persönliche Bedeutung, weil Gott
zu einer fernen, abstrakten, nichtssagenden Größe wird. Kreationismus ist eine
Neuauflage der natürlichen Theologie des aufklärerischen Deismus.
Naturerfahrung ist im Übrigen von menschlichen Gefühlszuständen abhängig. Wir
erleben die Natur in der Tat emotional und religiös, allerdings je entsprechend
unserer situationsgebundenen Wahrnehmung. Einmal in der „Herrlichkeit“ ihrer
Erscheinungen in einer Situation hierfür empfänglicher „Heiterkeit“ mit unserer
„Seele“ als „Spiegel des unendlichen Gottes“, so Werther in Goethes frühem
Roman im Brief vom 10. Mai, dagegen in Leid, Schmerz und Ausweglosigkeit oft
nur noch „wie ein lackiertes Bildchen“, das keinen Sinn mehr weckt oder stützt,
weil man „vor Gottes Angesicht steht wie ein versiegter Brunn(en) ...“ (Brief
vom 3. November).
Dieselbe Natur, die so schön geordnet ist, enthüllt sich als
gnadenloser Kampf der einen gegen die anderen. Von sich aus sagt uns die Natur
nicht, welchen Sinn sie hat. Die Betrachtung ist folglich theologisch
umzudrehen; der christliche Glaube beginnt mit der Erfahrung Gottes in
lebendigen Beziehungen.
4. Einübung in kontextbezogenes
komplementäres Denken
Der Religionsunterricht ist überfordert, wollte man von ihm erwarten, er könne in lebendigen Beziehungen den Glauben an Gott als Schöpfer vermitteln. Eins aber vermag er zu leisten, er kann und sollte helfen, die unnötigen gedanklichen Barrieren zwischen dem naturwissenschaftlichen und theologischen Denken zu überwinden, und zwar durch ein „Denken in Komplementarität“ bzw. ein „relationales kontextbezogenes Nachdenken“ („relational contextual reasoning, RCR) (Reich 2002).
RCR basiert gegenüber einem schlichten Entweder-Oder-Denken „binärer“ Logik – entweder die Naturwissenschaftler haben Recht oder die Theologen – auf einer „trivalenten“ Logik (Reich 2002, 3, 16): „zwei Aussagen über dasselbe Explanandum [den zu erklärenden Sachverhalt, Vf., hier die Entstehung der Welt] sind entweder kompatibel (beide gleichzeitig wahr), inkompatibel (nie beide ‚gleichzeitig’ wahr) oder nonkompatibel (nicht gleichzeitig kompatibel, aber die eine Aussage ist ’wahr’ in einem bestimmten Kontext bzw. entsprechend zu einem bestimmten Zeitpunkt, die andere in einem anderen Kontext oder anderen Zeitpunkt)“ (3f.). Für Inkompatibilität mit der Folge eines Entweder-Oder kann auf das Prinzip der Widerspruchsfreiheit verwiesen werden, für Nonkompatibilität auf das bekannte Beispiel aus der Quantenmechanik, auf den Charakter des Lichts als Welle oder Teilchen je nach der Versuchssanordnung.
Die polyvalente Logik hat Folgen für die Rede von Wahrheit. Es lassen sich „analytisch-kategorial“ folgende Formen von „Wahrheitserfahrung“ mit daraus folgenden „Wahrheitsansprüchen“ unterscheiden, die ich in Ergänzung zu Helmut Reich ausführlicher andeuten möchte, und zwar mit einschlägigen Bezügen zur Weltentstehungs- und Schöpfungsthematik.
a) „tatsächlich wahr“ (Code: beobachtungsbezogen „richtig oder falsch“); von dieser Unterscheidung sind unsere Schüler weithin in ihrem Bewusstsein beherrscht, wobei die Massivität des naturwissenschaftlichen Wahrheitsverständnisses eine erhebliche Rolle spielen dürfte)
b) „geschichtlich wahr“ (Code: menschheitsgeschichtlich gesehen „erfahrungsgesättigt oder erfahrungsarm“). Die Schöpfungserzählung Gen 1 spiegelt in dichter Weise lebensnotwendige, und darum „gute“ (Vs. 4, 10, 12, 17, 21, 25) Natur- und Alltagserfahrungen (Erde und Wasser, Sonne und Mond, Pflanzen und Tiere als Elemente der Lebenswelt).
c) „wahr als zuverlässig, dauerhaft, treu, wahrhaftig“ (Code: „verlässlich oder unverlässlich“, „vertragstreu oder vertragsbrüchig“, „wahr oder gelogen“). Altisraels Erfahrung der „Bundestreue“ Gottes, zunächst erlebt im geschichtlichen Erfahrungszusammenhang, wird auf die Treue Gottes im Universum als „Ordnung“ der Natur übertragen, die auch trotz kontrafaktischer Ereignisse (Sintflut) Bestand hat (Gen 7-9) (Noahbund).
d) „wahr“ als „überzeugend gestaltet“ wie z. B. ästhetisch und religiös überzeugende Gestaltungen (Code: „existenziell zutreffende“ Wirklichkeits- und Selbsteindrücke oder „belanglose“). Im Ps 8 (Schöpfungspsalm) vergleicht sich der Mensch mit dem Universum der Gestirne: „Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst, und des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst?“ (Vs. 5) – ein bis heute von Menschen als „zutreffend“ empfundener Unterschied (s. auch Hawkings Staunen über den ‚Aufwand’ des Universums gegenüber unserem kleinen Planeten einer Sonne von mittlerer Größe in einer Galaxie, die „nur eine von einigen hundert Milliarden ist, [...] und jede dieser Galaxien umfasst einige hundert Milliarden Sterne“, Hawking 2006/07, 53).
e) „wahr als ethisch sich bewahrheitend und historisch gewiss geworden“ (Code: „menschlich förderlich“ oder „menschlich verwerflich“). Der Philosoph Franz von Kutschera fasst zusammen: „Die Gesamtheit unseres Erlebens ist die letzte Grundlage unserer Urteile über objektive Tatsachen – im natürlichen wie im normativen Fall“ (1982, 243). Dies Werterleben erzeugt Gewissheiten, schafft aber keine letzte epistemische Sicherheit. Den letzten Grund bilden „unsere wohlerwogenen Überzeugungen“ (ebd.).
Zur Zeit wird die alte These englischer Aufklärer (A. Shaftesbury) von einem angeborenen „Guten“ („moral sense“), die Kutschera abwehrt, erneut unterstützt: „Moralsinn als angeborene Struktur“, die sich freilich „nur unter den richtigen Bedingungen richtig entwickelt“ (vgl. den Bonner Neurologen Walter und seine Rede vom „moral mind“, ferner Marc Hauser, Psychologe, Harvard; Matthias Mahlmann, Rechtsphilosoph, Berlin, zit. n. J. Blech u. a. Spiegel Nr. 31, 30. 7. 2007).
Die Kompetenz zu komplementärem Denken ist entwicklungsabhängig. Reich hat Kinder, Jugendliche und Erwachsenen im Alter von 7 und 68 Jahren bezüglich ihrer Einstellung zu den Ansichten eines Naturwissenschaftlers und eines Geistlichen interviewt. Er entdeckte hinsichtlich der Fähigkeit zur Koordination von religiösen und naturwissenschaftlichen Weltdeutungen verschiedene Niveaus (levels):
Level 1: Nur eine Sicht wird vorgetragen: ‚Ich glaube, der Geistliche hat Recht.’ Oder: ‚Ich glaube, der Naturwissenschaftler hat Recht.’
Level 2: Beide Ansichten werden versuchsweise nebeneinander gestellt: ‚Ich glaube, dass Tiere und Menschen nicht ohne die Existenz Gottes entstanden sind.’ (‚Heißt das, dass der Wissenschaftler Unrecht hat?’) ‚Ich würde sagen, vielleicht gab es wirklich einen Urknall. Der Pfarrer hat Recht, aber ein wenig möglicherweise auch der Wissenschaftler.’
Level 3: Für eine vollständige Erklärung werden beide Weltansichten als notwendig erachtet (Beginn kontextabhängigen komplementären Denkens): ‚Nun, meiner Meinung nach haben beide Recht. Der Naturwissenschaftler musste seine Sicht gemäß den Ergebnissen der wissenschaftlichen Forschung entwickeln. Und der Pfarrer hat Recht, weil es ohne Gott (überhaupt) keine Welt gäbe. Ich sehe keinen Widerspruch.’
Level 4: Die Beziehung zwischen beiden Ansichten wird systematisch thematisiert: ‚Die beiden Stellungnahmen schließen sich nicht aus. Der Pfarrer spricht über sein Gewissen und seine Gefühle im Anblick der Natur, der menschlichen Begegnungen und Ähnlichem. Der Naturwissenschaftler erklärt, wie die Sterne entstanden sind usw. Falls Gott die Voraussetzungen für jene Prozesse geschaffen hätte, würden die beiden Ansichten einander ergänzen. Die Welt entstand ziemlich plötzlich, vielleicht durch eine von Gott geschaffene Energie, welche es ermöglichte, dass sich Materie bildete. Ich bin unsicher, wie die Schöpfungsgeschichte in der Bibel symbolisch zu verstehen ist. Auf jeden Fall kann sich niemand die dabei involvierten Zeitspannen vorstellen.’
Die obige Sequenz hat K. H. Reich schon vor Jahren in die Diskussion eingebracht, und jeder erkennt, dass die komplexeren komplementären Denkformen der Niveaus (3) 4-5 die aus der religionspädagogischen Praxis bekannten Schwierigkeiten, in die Jugendliche in der Spannung zwischen ihrem Physik- und Religionsunterricht hineingeraten, entspannen bzw. entkrampfen können; ich sage nicht ‚aus der Welt schaffen’, was auch Reich abweisen würde. Wenn jedoch die heute immer noch blockierte Kommunikation zwischen Naturwissenschaft und Religion überwunden werden könnte, wäre für Schule und Gesellschaft viel gewonnen. In der Lehreraus- und -fortbildung ist dementsprechend eine mehrdimensionale religiöse Kompetenz und fächerübergreifende Gesprächsfähigkeit zu fördern.
Literatur
Breuer, Reinhard (1981), Das anthropische
Prinzip. Der Mensch im Fadenkreuz der Naturgesetze, München.
Evangelische Kirche in Deutschland (EKD)
(2003), Maße des Menschlichen. Evangelische Perspektiven zur Bildungs- und
Lerngesellschaft. Eine Denkschrift, Gütersloh.
Gese, Hartmut (1977), Die Frage des
Weltbildes, in: Ders. Zur biblischen Theologie, München, S. 202-222.
Hawking, Stephen (2006/2007), Eine kurze
Geschichte der Zeit (engl. A Brief History of Time:
from Big Bang to Black Holes, 1988/1996), Hamburg: Spiegel-Verlag.
Jüngel, Eberhard (1972), Unterwegs zur Sache.
Theologische Bemerkungen, München.
Krauss, Heinrich (2004), Das Paradies. Eine
kleine Kulturgeschichte, München.
Küng, Hans (2006), Der Anfang aller Dinge.
Naturwissenschaft und Religion, München – Zürich (TB-Ausgabe).
Kutschera, Franz von (1982), Grundlagen der
Ethik, Berlin – New York,
Levin, Christoph (2006), Das Alte Testament,
München (1. Aufl. 2001).
Nipkow, Karl Ernst (2007), Weltentstehung –
Evolution – Schöpfungsglaube, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16. Juli, Nr.
162, S. 8. (= epd-Dok. 32/2007).
Reich,
K. Helmut (2002), Developing the Horizons of the Mind. Relational and
Contextual Reasoning and the Resolution of Cognitive Conflicts,
Ritter, H. Werner (2007), Erfahrung:
religiöse Erfahrung/ Erleben/ Gefühl/ Deutung, in Wilhelm Gräb/ Birgit Weyel
(Hg.), Handbuch Praktische Theologie, Gütersloh, S. 52-63.
Zimmerli, Walther (1975),
Grundriss der alttestamentlichen Theologie, 2. durchgesehene und erweiterte
Aufl. Stuttgart-Berlin-Köln-Main.
Der
Autor ist em. Professor für Praktische Theologie an der Universität Tübingen.
Die Genehmigung des Autors zur Veröffentlichung besorgte Frank-Matthias Hofmann,
Johanna-Wendel-Straße 15, 66119 Saarbrücken.